Das Wochenbett – Die Zeit in der Klinik (3/3)

Hier geht es zum ersten Teil.

Hier geht es zum zweiten Teil.

Der Tag der Entlassung stand an und ich habe gleich in der Früh angefangen meine Sachen zu packen. Um 10:30 Uhr hatte der Mann einen Termin mit der Tante vom Rathaus, um das Baby anzumelden. Der Kleine und ich hatten um diese Uhrzeit ein kleines Fotoshooting geplant.

Baby und ich dürfen nach Hause.

Baby und ich dürfen nach Hause.


IN DER FRÜH 

Zunächst kam nochmal die Frau mit dem Hörtest. Eine ganz wunderbare und liebe Krankenschwester. Auch sie war mir noch von der letzten Geburt bekannt. Sie fragte ob wir uns schon für einen Namen entschieden haben. „Alwin“ platzte es aus mir heraus und im nächsten Moment dachte ich „Hoppla! Das war doch noch gar nicht offiziell.“ Die Schwester freute sich jedenfalls ob des Namens und schrieb ihn auch prompt auf einen Zettel, den wir benötigten um den Hörtest bei einem HNO zu wiederholen (Denn, oh Wunder, es klappte immer noch nicht).

Mein Mann rief an um mir zu sagen dass er auf dem Weg sei und fragte wie es mit dem Namen aussieht. Ob mir noch ein anderer eingefallen ist oder wir dabei blieben. Nun, wir blieben dabei. Alwin gefiel mir immer besser und ich hatte mich schon gut daran gewöhnt.

DIE U2 UND VISITE

Gleich Früh kam die Kinderärztin um sich mit dem Baby und der U2 auseinanderzusetzen. Alwin musste verschiedene Dinge über sich „ergehen“ lassen, meckerte aber nicht einmal. Er wurde abgehört, sollte auf dem Bauch liegen, die Wirbelsäule wurde gecheckt. Dann wurde er nach hinten fallen gelassen, um Reflexe zu testen (wenn ich mich nicht täusche, müssen die Babys dann die Arme nach oben reißen). Ich schätze das sieht und hört sich schlimmer an, als es ist.

Natürlich wurde er auch wieder gewogen und siehe da; Er nahm schon wieder zu. Alles war also prächtig.

Auch ich war wieder dran mit Fieber und Blutdruck messen. Außerdem wurde der Bauch abgetastet und festgestellt dass sich alles gut zurückbildet. Auch der Dammriss heilte fröhlich vor sich her. Meine Nachwehen kamen zum Glück nicht wieder zurück und ich hoffte weiterhin Ruhe zu haben. Der eine Tag hatte vollkommen ausgereicht.

Immer und immer wieder wurde ich gefragt ob ich eine Hebamme für Zuhause habe und nein, ich habe keine. Dieses mal habe ich bewusst verzichtet. Die einen waren besorgt, die anderen meinten beim zweiten Kind sei es ja nicht so wichtig und genau das war auch meine Meinung.

Sollte ich das Gefühl haben mit Alwin oder mir stimmt etwas nicht, kann man schließlich immer noch zum Arzt gehen.

Wie dem auch sei; Die Ärzte gaben uns also grünes Licht und wir durften nun offiziell nach Hause.

FOTOS MIT DEM BABY

Das Anmelden von dem Kleinen ging so fix dass Stephan schon wieder zurück war ehe die Fotografin kam. Das war mir auch ganz recht, denn mir machte die Hitze schon wieder zu schaffen. So konnte sich der Papa etwas um das Baby kümmern.

Die Fotografin kam und baute mein Bett um. Ein Stillkissen als Grundlage, eine weiße Decke als Hintergrund. Ich hatte Alwin derweil zum ersten Mal Sachen angezogen und, schlau wie ich war, nicht nur den einen Mädchenstrampler eingepackt.

Meine Eltern schenkten dem Kleinen einen Kuschelhasen zur Geburt, auch dieser sollte mit auf die Fotos.

Das Problem war nur dass Alwin so gar nicht glücklich gewesen ist. Kaum platziert, schon fing er an zu suchen. Ich gab der Zimmernachbarin also den Vortritt und setzte mich in eine Ecke zum Stillen. Ihr Kleiner machte das wirklich hervorragend und so waren sie relativ schnell fertig.

Wir versuchten es noch einmal und immerhin bekam die nette und geduldige Frau einige niedliche Fotos hin. Doch nach kurzer Zeit hatte Baby wieder keine Lust mehr. Ich nahm ihn also wieder zu mir und wir beschlossen einen neuen Termin zu machen. Dann soll auch Simon dabei sein, der sich bis dahin vielleicht an seinen Bruder gewöhnt hat. (Ich werde darüber berichten.)

AB NACH HAUSE

Nachdem das mit den Fotos geklärt war konnten wir nach Hause. Ich freute mich tierisch, war aber gleichzeitig auch etwas wehmütig. „Wahrscheinlich bin ich zum letzten Mal hier gewesen. Zumindest als Wöchnerin.“

Ich mochte die Zeit auf Station, auch wenn es dieses mal nicht ganz so ruhig war wie beim ersten mal. Dennoch fühlte ich mich gut versorgt und ernst genommen.

Wir packten unser Baby also in seine Autoschale und ich setzte mich vor die Klinik, um auf Stephan zu warten. Es war furchtbar heiß, aber das störte mich kaum. Ich erfreute mich vor der Tür zu sitzen und mit einem gesunden kleinen Mann nach Hause fahren zu können.

Sonnige Grüße.

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