Das Wochenbett – Die Zeit in der Klinik (2/3)

(Hier geht es zum ersten Teil „Das Wochenbett – Die Zeit in der Klinik.)

Am zweiten Tag in der Klinik überlegten wir weiter wie denn der Sohnemann heißen könnte. Außerdem gab es leckeren Käsekuchen!

Käsekuchen für die Wöchnerin.

Käsekuchen für die Wöchnerin.

Nach etwa fünf Stunden lies die Wirkung der Tablette nach. Doch die Schmerzen der Nachwehen waren erträglicher geworden.

Die Nacht war in Ordnung. Natürlich etwas unruhig, denn sowohl mein Baby, als auch das der Zimmernachbarin meldete sich hin und wieder. Dann und wann mussten wir auch wickeln, auf Toilette oder irgendwelche Studenten waren lautstark auf der Straße unterwegs. Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich ein Zimmer zum Hof raus, mit Balkon. Da war es schön ruhig und erholsam.

DER MORGEN

Da es nur am ersten Tag üblich ist sein Frühstück auf dem Zimmer zu bekommen (es sei denn man darf/kann nicht aufstehen), wollte ich am Morgen in den Frühstücksraum. Allerdings wollte ich erst die Visite abwarten. Diese ließ zunächst auf sich warten. Als sie dann endlich da war, stellte sich der nette Kerl erst mal vor und erklärte einige Dinge. Ganz nebenbei fiel ihm dann auf dass ich noch am stillen war und deshalb konnten diverse Untersuchungen nicht gemacht werden. Ich sollte mich melden, wenn es passt. Genau das tat ich auch, aber dennoch musste ich einige Zeit warten. Es war mittlerweile nach neun Uhr und nur bis halb zehn gibt es Frühstück. Also fragte ich ob ich mein Essen auf’s Zimmer bekommen könne und netterweise wurde mir etwas gebracht.

Irgendwann kam die Visite dann zurück und es konnte sich um Baby gekümmert werden. Er wurde wieder gewogen, gewickelt und der Nabel angeschaut. Alles war bestens. Ebenso bei mir. Ich bat noch um eine weitere Tablette, die ich zwar bekam, aber im Endeffekt nicht nutzte, weil es erträglich war.

Dann kam noch die Krankenschwester um den Hörtest zu machen. Dieser funktionierte allerdings nicht richtig. Deshalb wollte sie später nochmal kommen.

AUF NAMENSSUCHE

Ich wartete auf Stephan und vertrieb mir die Zeit mit einem Buch oder Twitter. Zwischendurch musste ich natürlich ständig mein Baby anstarren und dann und wann kamen Gedanken an die Geburt. Ich wusste immer noch nicht wie ich damit umgehen sollte.

Mein Mann trudelte ein und wir machten uns wieder Gedanken über einen Namen. Das war bei Simon damals schon wahnsinnig schwer und auch dieses Mal wurden wir uns nicht einig beziehungsweise fanden einfach keinen Namen der passte. Natürlich wollten wir auch nichts überstürzen und ließen es deshalb erst mal gut sein.

Während ich Mittagessen bekam -Reibekuchen mit Apfelmus- holte sich auch der Mann eine Kleinigkeit zu futtern. Zurück kam er mit einem feinen Stück Käsekuchen für mich.

Ja, das nennt man Liebe!

Käsekuchen für die Wöchnerin.

Käsekuchen!!!

NOCHMAL BESUCH

Meine Eltern kamen noch mit Simon vorbei, aber sein Interesse hielt sich immer noch in Grenzen. Er schaute zwar mal in das Bett, stellte fest dass dort sein Bruder lag, aber damit hatte sich die Geschichte auch schon wieder erledigt. Er ging gleich wieder zum Telefon und tat so als würde er sämtliche Omas und Opas anrufen.
Nach einer Weile ging Stephan mit ihm in’s Nebenzimmer, dort gab es nämlich eine Spielecke.

Mir wurde derweil das Abendessen serviert. Und ich konnte, mal wieder, nicht meckern. Verschiedenes Brot, Aufstriche, Käse, Tomate, Salat. Yammi!

Meine Eltern machten sich zusammen mit Simon wieder auf den Weg nach Hause. Ich nutzte die Zeit, die Stephan noch da war um duschen zu gehen. Heieieiei, war das fein! Da ich allerdings noch nicht lange stehen konnte, war die Dusche auch schneller wieder vorbei als mir lieb war. Mein Kreislauf schwächelte noch leicht und ich merkte wie im Beckenbereich alles noch schwer wirkte. Dennoch tat es unfassbar gut. Mein Mann nutzte die Zeit um mit Baby zu kuscheln. Ein toller Anblick!

Mittlerweile war ihm auch ein Name eingefallen. Alwin. Er überzeugte mich nicht gleich. Musste ihn ein paar mal sagen und das Baby dabei anschauen. Blöd fand ich den Namen keinesfalls, aber passte er? Wir beschlossen noch eine weitere Nacht zu warten, bevor wir den Namen offiziell bekannt gaben.

AM ABEND

Kaum war Stephan weg, kam wieder jemand mit dem Hörtest. Dieses mal klappte es immerhin auf einer Seite. Für die andere sollte am nächsten Morgen jemand kommen. Mich nervte das.

Ich hätte an diesem Mittwoch schon gehen können, blieb aber freiwillig einen Tag länger. Denn für die U2 muss das Baby mindestens 48 Stunden alt sein. Hätte ich die Klinik verlassen, hätte ich erst einen Termin bei unserer Kinderärztin machen müssen. So hatten wir alles in einem Aufwasch und auf die eine Nacht kam es auch nicht mehr an.

Auch am Abend kam nochmal eine Schwester vorbei und fragte ob man etwas gebrauchen kann. Ich bat sie nur den Kleinen nochmal zu wickeln und das tat sie gern.

Der Kleine war nach wie vor nur in Tücher gehüllt. Es war immer noch wahnsinnig heiß und ich wollte ihn nicht mit Kleidung quälen. Über Nacht lag er eh an mich gekuschelt und ich deckte ihn etwas mit meiner Decke zu.

Sonnige Grüße.

Der dritte Teil folgt in Kürze.

2 Gedanken zu „Das Wochenbett – Die Zeit in der Klinik (2/3)

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