Die zweite Schwangerschaft – Beim Diabetologen

Die zweite Schwangerschaft bringt ja so einiges mit sich und deshalb stand letzte Woche mein Termin beim Diabetologen an. Oder zumindest habe ich das gedacht. Im Endeffekt saß ich dann bei einer Diätberaterin und dachte mir im ersten Moment „Huch?!“ Aber alles gut. So läuft das wohl ab.

Die gute Frau musste selber schmunzeln, als sie meinen Wert gesehen hat. „Dass sie wegen diesen einen Punkt hier her müssen tut mir leid.“ Fand ich sehr süß, aber sie kann ja nichts dafür. Irgendwo ist halt die Grenze und die habe ich überschritten (verfluchte Fanta!).

Das Messgerät für die Blutzuckerwerte.

Das Messgerät für die Blutzuckerwerte.

Das Vorgespräch

Sie fragte mich ob es Diabetes in der Familie gäbe, nach dem Geburtsgewicht vom ersten Kind, nach meinem Geburtsgewicht, ob die Schwangerschaft sonst normal verläuft, nach meinem aktuellen Gewicht, usw. Anhand dieser Dinge und den anderen Werten, geht sie davon aus, dass ich gar keine Schwangerschaftsdiabetes habe (obwohl es Diabetes in meiner Familie gibt – Meine Oma hatte es).

Dennoch gab sie mir ein Messgerät mit, mit dem ich mich zwei Tage lang am Morgen, Mittag und Abend messen sollte. Gleich früh, nüchtern. Eine Stunde nach dem Frühstück, zwei Stunden nach dem Frühstück. Vor dem Mittagessen, eine Stunde danach, zwei Stunden danach. Selbiges beim Abendessen und dann nochmal vor dem Schlafen gehen.

Die Auswertung

Brav wie ich bin, habe ich das alles auch gemacht und notiert. Am Montag hatte ich dann gleich wieder in der Früh einen Termin. Dieses Mal mit der Beraterin und dem Diabetologen. Die Diätberaterin fragte mich ob ich ganz normal gegessen oder bewusst irgendwas weggelassen habe. Das habe ich natürlich nicht getan. Im Gegenteil, Sonntag Nachmittag habe ich Kuchen und spät am Abend sogar noch Eis genascht.

Der Arzt kam schon grinsend rein und fragte verdutzt „Was machen Sie hier? Ihre Blutzuckerwerte sind top! Wir werden uns in dieser Schwangerschaft gewiss nicht Wiedersehen.“ Und auch wenn ich die Werte schwarz auf weiß eigenständig aufgeschrieben habe, war es für mich eine Erleichterung diese Worte zu hören. Der Arzt hat mich dann noch gebeten, nach der Entbindung eine E-Mail, mit Geburtsdaten, zu schicken. Fand ich ja sehr süß.

Meine Blutzuckerwerte. Alles fein.

Meine Blutzuckerwerte. Alles fein.

Es ist wirklich erstaunlich wie sehr einen so eine Vermutung aus der Bahn werfen kann. Da hört man dann wieder „Uuuh Diabetes! Das kann zur Frühgeburt führen.“„Aaach, nicht so schlimm. Das geht danach wieder weg.“„Ja, wenn du auch so viel nascht!“ Natürlich ist da wieder jeder Experte und weiß es besser. Nur einem selber hilft das nicht wirklich. 😉

In der ersten Schwangerschaft, war übrigens mein Blutzuckerwert beim kleinen Test erhöht. Beim großen Test war dann alles in Ordnung. Deshalb war dieses ständige Pieken und überwachen für mich auch neu.

Sonnige Grüße.

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