Die zweite Schwangerschaft – Die ersten Wochen

Ich bin zum zweiten mal schwanger! Jipi! Ein Grund zur Freude. Sollte man zumindest meinen. Allerdings ging es mir in den letzten Wochen nicht ganz so gut. Doch vorab einige andere Dinge und Fakten;

– Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von diesem Post befinde ich mich in der neunten Woche.
– Schon vor drei Wochen habe ich einen Test gemacht, der positiv war.
– Generell warte ich auf das Ergebnis von meiner Ärztin. Ich muss das Baby (oder diesen kleinen süßen Fleck) zuerst auf dem Ultraschall sehen, bevor ich es jemanden erzähle. (Außer meinen Mann natürlich, er hatte eh schon viel länger den Verdacht der Schwangerschaft. Witzig.)

– Als ich vor über einen Monat irgendwann zum Abendbrot eine Tasse Milch trank, fragte Stephan schon ob ich schwanger bin.
– Mein Apfelkonsum hat sich (wie schon in der ersten Schwangerschaft) erheblich gesteigert.
– In Spanien überkam mich an einem Tag eine furchtbare Übelkeit. Jetzt haben wir wohl den Grund gefunden.
Witzigerweise ging es meinem Mann einen Tag später auch schlecht.
– Ich habe kaum Appetit auf Süßigkeiten. Außer Käsekuchen, der geht immer. 😉
– Ja, die Schwangerschaft ist gewollt.
– Nein, wir wünschen uns nicht zwingend ein Mädchen „damit wir beides haben“.
– Ich habe Alkohol getrunken, als ich noch nichts von der Schwangerschaft wusste.

Letzteres ärgert mich tierisch. Ich trinke unfassbar selten Alkohol, hatte an Silvester aber Lust auf Whisky-Cola. Ich trank „nur“ zwei Gläser. Wenig Whisky, viel Cola. Hätte ich da schon den Verdacht gehabt, hätte ich es natürlich nicht getan!
In meiner ersten Schwangerschaft trank ich ebenfalls zwei Glas Hugo. Simon ist gesund und munter. Zum Glück!
Von Alkohol und Fritz Kola werden nun die Pfoten gelassen. Eine „normale“ Cola gönne ich mir höchstens wenn wir mal essen gehen.

Die letzten drei, vier Wochen waren wirklich hart. Ich habe zwar nicht ganz so stark mit Übelkeit zu kämpfen, wie es bei der ersten Schwangerschaft der Fall war, aber dafür bin ich dauernd müde, schlapp, antriebslos, genervt, lustlos und kaputt.
Gerade in dieser Zeit gab/gibt es viele Termine. Morgens um 7 Uhr und Abends um 18:30 Uhr ruft die Fahrschule. Mindestens 2x die Woche. Das schlaucht. Und wie gefährlich es ist, müde zu fahren, habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen (macht das bloß nicht!!).
Zwischen den Terminen haben wir dann noch den Alltag. Simon versteht natürlich nicht was mit mir los ist. Er möchte essen, spielen, in die Krabbelgruppe, spazieren gehen, Bücher anschauen und und und. Und was möchte ich? Schlafen! Ruhe!
So quäle ich mich meistens durch den Tag, versuche dennoch nicht auf Fertigprodukte zurückzugreifen und gesund zu kochen, auch wenn das aufwändiger ist.
Ich zwinge mich, wenigstens ein paar Minuten vor die Tür zu gehen und versuche Abends bei der Theorie nicht einzuschlafen.

Ich habe großes Glück dass Stephan in letzter Zeit früh von der Arbeit kommt. Er spielt mit dem Kleinen, nimmt ihn zum einkaufen mit und kümmert sich um die Wäsche. So kann ich ein paar Minuten am Tag ausspannen.
Wenn Simon Mittagsschlaf macht, lege ich mich meistens dazu. Manchmal nur für eine halbe Stunde, aber es hilft ungemein!
Dennoch merke ich, wie schwer es mir fällt mich aufzuraffen. Ich mag mich auch gar nicht im Spiegel anschauen. Furchtbar was mir da entgegen springt.

Auch das Gefühl der Schwangerschaft ist noch gar nicht richtig vorhanden. Zwar habe ich meine Schwangerschaftshosen wieder ausgepackt, habe aber noch gar kein Gramm zugenommen.
Ebenso schaue ich mir oft das Ultraschallbild an. Freue mich, muss aber ständig über den „Flugsaurier“ lachen. Es sieht eben noch nicht aus wie ein Baby.

Im Moment bin ich so mit mir selber und Simon beschäftigt, dass ich tatsächlich manchmal vergesse, was da in meinem Bauch los ist.
Ja, ich bin noch am Anfang. Und ja, wenn der Bauch wächst, spätestens wenn ich Tritte spüre, fühle ich auch anders. Dennoch mache ich mir irgendwie Gedanken darüber, dass ich dem Baby jetzt schon zu wenig Aufmerksamkeit schenke. Ich mir vielleicht doch zuwenig Auszeit nehme. Es ist komisch.

Ich hoffe inständig dass das bald vorbei ist, denn ich kann mich zur Zeit selber nicht leiden.

Und doch freue ich mich natürlich über die Schwangerschaft. Allerdings kann ich sie (noch) nicht richtig genießen.

Sonnige Grüße.

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