Neun Monate – Krabbelmonster (Alwin)

Bei Alwin hat nun, mit neun Monaten, das große Krabbeln begonnen. Außerdem ist er sehr neugierig und gar nicht mehr das faule Baby von einst.

Die Welt entdecken.


MOTORIK

Seit einigen Wochen krabbelt Alwin ziemlich sicher durch die Gegend. Anfangs ließ er sich noch schnell auf den Bauch fallen um zu robben, mittlerweile macht er das kaum noch.

Vom Sitzen ist leider immer noch keine Spur. Das frustriert ihn ziemlich stark. Gerade beim Essen ist das sehr anstrengend. In der Wippe mag er kaum noch liegen, weil er dann nicht richtig am Tisch dabei ist. Sitzt er auf unserem Schoß, muss man dauernd aufpassen, dass er nicht das Geschirr abräumt und selber zu Essen gleicht einem Spießrutenlauf. Allerdings versucht er sich immer mehr und mehr aufzusetzen.

Mittlerweile zieht er sich überall hoch. Egal ob am Stuhl, dem Tisch, die Couch oder am Baum. Manchmal stellt er dabei schon einen Fuß auf, meistens kniet er aber. Das heißt nun, dass das Spielzeug vom Couchtisch mehrmals am Tag auf dem Boden landet. Denn wenn Alwin etwas haben möchte, zieht er einfach solange an der Tischdecke, bis es in greifbare Nähe kommt oder zu Boden fällt. Jetzt könnte man natürlich hingehen und die Decke wegnehmen, dumm nur, dass die Decke gleichzeitig Simons Straße für seine Autos und Tiere ist. 😉

Er greift sehr zielsicher Dinge die er haben möchte. Auch kleine Gegenstände oder Brotkrümel kann er gut packen und dann begutachten. Da er langsam damit aufhört sich alles in den Mund zu stecken, muss man nicht sofort hin eilen und kann ihn auch mal in Ruhe einen Fussel anschauen lassen.

Die Wanne wird langsam ungemütlich. Wir bauten am Wochenende zum Buggy um.

ESSEN

Nach wie vor ist keine Milchmahlzeit ersetzt. Zum Frühstück gibt es Vollkorntoast mit verschiedenen Dingen. Mal bloß Butter, manchmal Streichkäse oder Marmelade.

Auch beim Mittagessen langt er ordentlich zu. Was er am liebsten isst, kann ich gar nicht sagen, denn es scheint ihm alles gut zu schmecken. Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Brokkoli, usw futtert er mit großem Genuss.

Am Abend bekommt er etwas Brot oder etwas Abendbrei. Manchmal auch noch Reste vom Mittagessen.

Obwohl er auch super gerne Sprudelwasser trinkt, verlangt er trotzdem noch die Brust. Das scheint mir mittlerweile aber mehr eine Art Gewohnheit zu sein. Gerade wenn es ums Schlafen gehen geht.

DER SCHLAF

Alwin braucht zwar nicht zwingend die Brust um endgültig einzuschlafen, aber er muss auf jeden Fall vorher ein bisschen getrunken haben. Sollte das Ganze dann in Nuckeln über gehen, kuschel ich mich an ihn oder lege ihn auf meinen Bauch, bis er einschläft. Das klappt ohne Weinen oder Protest.

Zusammen mit Simon geht es zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett. Ab 19 Uhr merkt man ihm an, dass er müde wird und auch fordert ins Bett gebraucht zu werden. Auf der Couch ist es dann nicht mehr möglich ihn zu stillen oder zu kuscheln.

Er schläft dann immer noch bis ca 23 Uhr, trinkt ordentlich und meldet sich dann wieder zwischen vier und fünf Uhr. Ab dann immer unregelmäßig bis es ca acht Uhr ist und er komplett munter wird.

Das Vormittagsnickerchen gibt es noch hin und wieder, aber es wird immer weniger. Der Mittagsschlaf ist mit (meistens) zwei Stunden noch sehr ausgiebig. Dabei ist es ihm egal, ob er im Bett liegt, im Kinderwagen geschoben oder in der Trage getragen wird. Wichtig ist nur, dass er es ruhig hat.

Manchmal schläft er dann am Nachmittag nochmal, aber auch das hat sich, ähnlich wie das Vormittagsnickerchen, fast in Luft aufgelöst.

SOZIALES

Solange Alwin bei mir auf dem Arm oder in der Trage ist, strahlt er jeden anderen an. Fremde werden mittlerweile allerdings zunächst skeptisch beäugt. Auch Leute die er eigentlich kennt, aber schon länger nicht mehr gesehen hat. Sollte jemand auf die Idee kommen, ihn auf den Arm zu nehmen, bevor er sich richtig „aklimatisiert“ hat, fängt er schon mal an zu weinen. Meistens hat sich das aber nach einigen Augenblicken erledigt und spätestens auf meinem Arm ist wieder gut.

Der große Bruder ist immer noch der Hit. Dieser wird nach wie vor gerne beobachtet und grundsätzlich angestrahlt. Sollte sich Alwin mal weh getan haben, ist Simon der beste Tröster und schnell sind Schmerzen und Schock vergessen. Beide freuen sich jeden Morgen aufs Neue wenn der andere wach wird.

Auch Papa ist hier der absolute Favorit. Sobald Alwin ihn sieht, gibt es kein Halten mehr. Er strahlt über das ganze Gesicht, rudert mit den Armen und wackelt mit den Beinen. Er freut sich einfach mit ganzen Körpereinsatz. Beim Papa lässt es sich auch prima auf dem Arm einschlafen, ohne dass es Gemecker gibt.

SPRACHE

In letzter Zeit hört man öfter mal Worte wie „Ja“ oder „Da“. Ganz klar spricht er „Papa“ aus, auch wenn ich glaube, dass er das noch nicht so wirklich zu ordnen kann. Das „Mam-Mam-Mam“ hat nachgelassen. Im Allgemeinen „spricht“ er nun weniger, macht dafür aber mehr Geräusche. Zum Beispiel „Pfffff“ oder „Brrrr“.

Größe: ca 72 cm.

Gewicht: ca 9kg.

Lieblingsessen: Möhren und Kartoffeln.

Lieblingsspielzeug: Alles was sich auf dem Boden so findet.

Sonnige Grüße.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.