Ein entspannter Ausflug

Wir sind am Samstag nach Bayreuth gefahren, um dort unsere Konsole in Reparatur zu geben. Spontan zog es uns dann in das nahegelegene Dampflok-Museum. Mein Mann interessiert sich sehr für sowas und ich finde Züge auch ganz cool. Vor allem die alten Dampfrösser. *Huuuppp huuuupp*

Da das Museum nicht allzu groß ist und Simon seit einigen Tagen recht gut laufen kann, hofften wir, dass auch er Spaß haben wird.
Und das hatte er! Ganz fröhlich stapfte er durch die Hallen und bestaunte die großen Loks. Er sagte auch ständig „Zug“. Also, zumindest soll diese merkwürdige Aussprache Zug zum Vorschein bringen, denn er hat ja auch einen kleinen Zug daheim. Seine Begeisterung ließ nach einiger Zeit allerdings nach, vermutlich war es ihm dann doch alles zu ähnlich.

Simon versucht die Eisenbahn zu sehen.

Simon versucht die Eisenbahn zu sehen.

Er hatte viel mehr Spaß daran, einfach nur zu laufen. Entweder an der Hand, oder einige Schritte ganz alleine. Manchmal auch im Kreis, oder von Sitzbank zu Sitzbank. Als krönenden Abschluss, sind wir dann noch mit einer kleinen Dampflok gefahren. Simon wusste das Schaukeln und die Geräusche erst nicht richtig einzuordnen, aber er fand bald gefallen an der Rundfahrt.

Es gab nicht mal Protest, als wir ihn in seinen Kinderwagen setzten.

Da der Tag noch jung war, fuhren wir anschließend noch zur Eremitage. Dort spazierten wir durch den Schloßgarten und erfreuten uns an den zahlreichen Brunnen und Bäumen.
Der Kleine hatte irgendwann keine Lust mehr im Wagen zu sitzen und so stiefelte er mit Papa los und erkundete das Gelände. Auch ich durfte Simon mal an die Hand nehmen und mit ihm durch die Gegend wandern. Dann und wann hat er meine Hand los gelassen und ging alleine auf Entdeckertour. Allerdings war seine Freude ganz schnell dahin, wenn er eine Gesichtsbremse hinlegte. Doch zum Glück kann man ihn schnell trösten und ablenken. So marschierte er alsbald wieder alleine los, bis er wieder stolperte.

Ein gemütlicher Spaziergang.

Ein gemütlicher Spaziergang.

Ich bin mir noch unsicher, wie viel man einem kleinen Kind zumuten kann. Deshalb nehme ich ihn auch immer wieder hoch, wenn er möchte und frage ihn zwischendurch ob er zurück in den Wagen mag. Vermutlich gibt es wieder irgendeine Fraustregel die besagt wie man sich zu verhalten habe, aber ich vermute mal, dass mir das Kind schon klare Signale schickt, wenn es nicht mehr laufen kann oder möchte.
Jedenfalls ist es nun um einiges entspannter geworden. Denn wenn er sich bewegen möchte, läuft er einfach ein paar Schritte. Ist er müde, packt man ihn wieder in den Kinderwagen.
Und auch wenn so ein Spaziergang nun deutlich länger dauert, nehmen wir uns die Zeit und genießen die ersten eigenständigen Schritte. Irgendwann ist es selbstverständlich und man nimmt es als nichts besonderes mehr wahr.

Sonnige Grüße.

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