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Vegetarische Ernährung – Fluch und Segen

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat die wunderbare Frida von 2Kindchaos einen Text zur vegetarischen, beziehungsweise veganen, Ernährung geschrieben. Sie hat sich von ihrem Umfeld einiges anhören müssen und auch mir ging es ähnlich.

Vegetarische Ernährung - Total einseitig!

Vegetarische Ernährung – Total einseitig!


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Die Ernährung – Ein Update

Ich habe vor ewigen Zeiten mal darüber geschrieben wie ich mir das mit meinem Sohn und der Ernährung so vorstelle. Mittlerweile haben sich meine Ansichten verändert. In einigen Dingen bin ich lockerer, in anderen strenger geworden.

ANFANGS BEKAM ER NOCH FLEISCH
Seit drei oder vier Jahren ernähre ich mich vegetarisch. Mein Mann erst seit einigen Monaten. Auch Simon bekam von mir immer mal wieder Fleisch. Nicht oft, dafür bildete ich mir ein, es sei gutes Fleisch. Aber gibt es das in meiner Welt überhaupt? Ich esse es aus Überzeugung nicht und deshalb ist ein totes Tier für mich einfach tot. Egal ob Bio-Schwein oder Mast-Hühner.
Lange schon haderte ich mit mir und fühlte mich zu keiner Sekunde wohl wenn ich mein Kind Fleisch essen sah.
Die damalige (schlechte) Kinderärztin hatte uns auch noch geraten ihm bis zum zweiten Lebensjahr Fleisch zu geben.
Ich war so blöd das zu glauben.
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Die Ernährung

Ich behaupte von mir selber, dass ich teilweise etwas eigensinnig bin was Essen angeht. Als Kind war es schon schwer, für mich überhaupt Gerichte zu finden. Zeitweise aß ich keinen Käse, noch nie mochte ich Rindfleisch und Essen das komisch aussah rührte ich nicht an (z.B. Hühnerfrikassee). Irgendwann änderte sich das (außer die Sache mit dem Rind) und ich aß gut. Mittlerweile sieht das, für Außenstehende, wohl wieder anders aus.
Seit zwei Jahren esse ich kein Fleisch und kein Fisch mehr. Ich achte penibel darauf, wo mein Essen herkommt. Eier, Kartoffel, Obst und Gemüse haben bitte aus der Region zu kommen. Wenn irgendwo Bio drauf steht, greife ich zu, obwohl ich weiß, dass damit teilweise einfach nur Geld gemacht wird. Soßen aus der Packung, irgendwelche „Gerichte“ aus Tüten und Pulverzeug sind aus der Küche verbannt. Doch wie schaut das bei meinem Kind aus? Vermutlich bin ich da noch schlimmer.
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Stillen

Schon in der Schwangerschaft wusste ich, dass ich mein Baby unbedingt stillen möchte. Manchen ist es leider nicht möglich, andere entscheiden sich bewusst dagegen. Jeder sollte es so handhaben wie er möchte.

DER ANFANG WAR SCHWER

Ich hatte am Anfang Angst dass es nicht klappen könnte. Diese Angst begleitete mich die ersten Tage. Simon war furchtbar ungeduldig. Wenn er nicht sofort an die Brust kam, wurde er hektisch und fing schnell an zu brüllen. Er tat mir unfassbar leid und ich war fix und alle. Ständig bimmelte ich die Hebamme zu mir ins Zimmer. Immer wieder musste sie mir zeigen wie ich ihn halte, wie es bequemer ist. Das machte mich nervös. Und es ließ mich an meinen Mutterqualitäten zweifeln. “Wie blöd kann man denn sein?” Dachte ich mir immer wieder. “Zig Frauen da draußen stillen, wieso klappt es bei mir nicht?” Die Hebamme versuchte mich zu beruhigen. Es sei normal. Man muss es eben erst lernen.

Dennoch hatte ich die Vermutung er würde nicht genug zu trinken bekommen. Woher soll man das auch wissen? Schließlich habe ich keinen Messbecher an meiner Brust. Jede Schwester, jede Hebamme, jeder Azubi und Praktikant wurde von mir genervt “Sind sie sich sicher dass er genug bekommt? Wissen sie, meine Mutter konnte auch nicht stillen. Vielleicht geht es ja bei mir auch nicht.” Ich muss den Schwestern in der Klinik unfassbar auf den Keks gegangen sein. Aber sie waren geduldig mit mir. Kamen immer wieder mit einem Lächeln zu mir und hörten sich meine Ängste an. Sie versicherten mir dass Simon genug bekomme und ich einfach auf seinen und meinen Instinkt hören sollte. Dass es keine festen Zeiten gebe und dass es sie auch nicht geben wird. Dass er immer an die Brust genommen werden sollte, wenn er danach verlangt.
Stillen ist mehr als nur Nahrung aufnehmen. Es gibt den Babys Geborgenheit, Sicherheit und lässt sie alle Ängste vergessen.

Studien haben gezeigt, dass es Babys beruhigt. Sind sie aufgeregt und werden an die Brust genommen, dann senkt sich ihr Blutdruck. Sie entspannen. Sie sind bei Mami.

Und dennoch, es kann sehr belastend sein. Wenn man nicht nur Nachts ständig wach wird, sondern auch Tagsüber immer wieder das quengelnde Baby hat, welches sich nur an der Brust beruhigen lässt, dann zerrt das sehr an den Kräften. Das ist auch der Grund weshalb so viele Frauen früher als geplant mit dem Abstillen beginnen. Aber es geht vorbei. Schneller als man denkt.

STILLEN UND BEIKOST

Auch beim Stillen war es so, dass ich es kaum abwarten konnte bis wir den nächsten Schritt, sprich Beikost, erreichen. Mit etwa einem halben Jahr zeigte Simon immer mehr und mehr Interesse an Essen. Also fing ich an ihm Möhren, Pastinaken und Kartoffeln zu kochen. Er futterte zunächst sehr gut. Ich freute mich darüber und ersetzte langsam einige Stillmahlzeiten durch “richtiges” Essen. Zwischendurch aß er nicht mehr ganz so gut. Er wollte zurück an die Brust, die ich ihm verweigerte. Weil ich mir dachte “Er muss doch auch mal lernen normal zu essen.” Ich bereue es. In meinen Augen ist es bisher das schlimmste was ich habe machen können. Ich habe mir so sehr in den Kopf gesetzt dass ich mein Kind mit spätestens einem Jahr nicht mehr stillen möchte, dass ich seine Bedürfnisse hinten anstellte.
Vielleicht kam dieser Gedanke daher, weil es in unserer Gesellschaft immer noch so verpönt ist ein Kind lange zu stillen. In anderen Kulturen ist es absolut normal das jahrelang zu machen.
Bei einem zweiten Kind würde ich definitiv anders vorgehen.

Mittlerweile wird Simon nur noch am Abend und in der Nacht gestillt. Tagsüber gibt es andere Köstlichkeiten. Er hat sich daran gewöhnt und auch sein Appetit auf andere Geschmäcker ist wieder da. Allerdings frage ich mich manchmal ob es nicht doch ein bisschen zu früh war.
Auch beim Stillen, allgemein beim Thema Ernährung, sollte man sich nicht reinreden lassen.

Es ist so wie die Hebamme mir damals sagte; Man sollte mehr auf seine Instinkte hören.

Sonnige Grüße.

Auf Wiedersehen, Stillzeit

Es ist jetzt genau eine Woche her, da habe ich mit dem Stillen komplett aufgehört. Es ist nach wie vor ein seltsames Gefühl. Fast ein Jahr habe ich den Kleinen täglich gestillt und auch wenn es in den letzten Monaten nur noch am Abend war, ist es doch schwer für mich Abschied zu nehmen.

Allerdings fühlt es sich richtig an. Denn, zugegeben, es machte einfach keinen Spaß mehr.
Seit Wochen gab es jeden Abend dasselbe Szenario; Simon wurde müde, mein Mann machte ihn Bettfertig und dann ging es für den Kleinen und mich in die Federn. Er trank, vielleicht zehn Minuten, und wurde dann wieder putzmunter. Als habe er einen Energydrink zu sich genommen. Fröhliches Gehopse durch das Bett, auf die Mama schmeißen und dann wieder kurz nuckeln.
Das war für mich auch eine Zeitlang in Ordnung. Denn immerhin heulte er nicht. Ich genoß auch ein bisschen das herumspielen.
Allerdings dehnte sich das immer mehr aus und ich merkte, dass Simon die Brust gar nicht mehr brauchte. Es war schlichtweg Gewohnheit.
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