Vier Wochen (Florian)

Seit vier Wochen ist der kleine Mann nun bei uns. Sein ruhiges und geduldiges Gemüt, hat sich zur Abendstunde leider geändert.

Florian mag es kuschelig.

VIER WOCHEN JUNG

Obwohl Florian erst vier Wochen hier ist, kommt es uns so vor, als sei er schon immer da gewesen. Er läuft auch gar nicht so nebenher, wie man es vermuten könnte. Ganz im Gegenteil; Er sorgt dafür dass wir im Alltag ruhiger geworden sind.
Was heute nicht geht, wird halt morgen gemacht. Wenn es mal kein frisches Gemüse gibt, geht auch die Tütensuppe. Bis halb 9 schlafen oder erst um ein Uhr ins Bett gehen? Vollkommen egal.
Solange der Mann noch Zuhause ist und der Große Kindergarten-Ferien hat, sind wir zeitlos.

SEIN GEMÜT

Während der Kleine in den ersten Tagen und Wochen noch genügsam und geduldig gewesen ist, gab es zwischendurch fast jeden Abend sehr viel Geschrei. Was dann wirklich hilft haben wir bisher noch nicht rausbekommen. Wichtig ist uns aber, dass er immer Körperkontakt zu uns hat. Zwar möchte er meistens nicht trinken, aber es scheint ihm dennoch ein gutes Gefühl zu geben in der Nähe der Brust zu sein. Oder beim Papa auf dem Arm zu liegen.

Sonst ist er tagsüber ein aufgewecktes Kerlchen. Während er in der Nacht etwa alle zwei bis drei Stunden zum Trinken wach wird und dann schnell wieder in den Schlaf findet, schaut er sich tagsüber um.
Am liebsten auf dem Arm bei jemanden und dann nah ans Gesicht. Aber er liegt auch manchmal nur im Laufstall und schaut sich mit großen Augen um. In seltenen Fällen schläft er sogar ganz friedlich ein. Das Getobe und die Lautstärke der anderen beiden, scheint ihn dabei nicht zu stören.

Als meine Eltern hier waren, hat es ihn auch nicht gestört wenn ihn jemand anderes auf dem Arm hatte.
Wenn die beiden Großen ihn auf dem Arm haben, an den Füßen kitzeln oder auf die Nase möpen, dann stört ihn das auch nicht sonderlich.

Die Babyschale mag er auch.

ENTWICKLUNG

In den vier Wochen hat sich schon einiges getan, nicht nur dass er ganz rasch sein Geburtsgewicht wieder hatte, nein, er hatte es nach nicht mal zwei Wochen sogar überschritten. Von 3770g Geburtsgewicht, war er bei 3730g Entlassungsgewicht und später bei knapp über 4kg.
Das freut mich besonders, denn ich hatte Angst, dass wir nicht voll stillen können, weil er die ersten Nächte ja nicht bei mir war. Aber die Schwestern haben großartige Arbeitet geleistet und weil ich so viel bei ihm war, klappt das Stillen ohne Probleme!

Diese typischen „Zuckungen“ von Neugeborenen wenn sie sich erschrecken (?) nehmen auch mehr und mehr ab. Allgemein scheint er etwas kontrollierter mit seinen Händen und Armen zu sein. Aber klar, er ist noch super grobmotorisch und vermutlich ist der Großteil einfach nur Reflex.

DAS MACHT IHM SPAß

Na ja. So wirklich einschätzen kann ich das noch nicht, aber generell scheint er jemand zu sein der gerne badet. Das freut mich, denn es erspart einiges an Nerven.

Er „sitzt“ auch gerne auf dem Schoß und schaut einem ins Gesicht. Dabei sucht er meistens Augenkontakt. Manchmal legt er dann die Stirn in Falten oder sein Mund formt sich zu einem erstaunten „O“. Super niedlich!

Im Kinderwagen fahren gefällt ihm auch sehr gut. Meistens schläft er nach kurzer Zeit ein und wenn die Runde nicht zu lange dauert, dann verschläft er alles.

Ruhe genießen.

DAS MAG ER GAR NICHT

Anziehen ist nicht wirklich Florians Welt. Mittlerweile habe ich ja gelernt, dass die normalen Bodys so konstruiert sind, dass man sie gar nicht über den Kopf ziehen muss, sondern von unten nach oben anzieht. Das ist ihm aber auch vollkommen egal, er mag es trotzdem nicht.
Da er im Winter aber nun mal lieber ne Schicht mehr tragen sollte, führt da leider kein Weg dran vorbei.

Zu viel Ruhe. Es mag komisch klingen, aber zu viel Ruhe ist ihm offenbar nicht geheuer. Ich hab das Gefühl er schläft besser wenn um ihn herum der ganz normale Familienwahnsinn tagt, selbst wenn die Großen übertreiben und dabei laut sind.
Dasselbe stelle ich bei absoluter Dunkelheit fest. Er weint dann sehr schnell und kommt nicht zur Ruhe. Es reicht ihm ein kleines Licht. So habe ich im Wochenbett zum Beispiel für die Nacht immer die Lichterkette an. Schlafe ich im Schlafzimmer, mache ich eine kleine LED-Kerze an.
Ich frage mich ob das beides daher kommt, dass er auf der Neostation eigentlich nie komplette Dunkelheit kennengelernt hat. Ebenso wie Stille. Denn selbst wenn keiner da war, hörte man es hier und da Piepsen und die Kinderkrankenschwestern wuselten herum. Es mag aber auch einfach nur Zufall sein.

FAZIT NACH VIER WOCHEN

Ich denke wir können uns nicht beschweren. Bis auf Abends ist er ruhig und ausgeglichen. Scheint neugierig.
Selber erlebe ich diese Babyzeit sehr, sehr intensiv. Eigentlich möchte ich keine Sekunde von ihm getrennt sein. Das mag daran liegen dass für uns die Familienplanung abgeschlossen ist und ich einfach nie wieder m(ein) Neugeborenes so erleben werde.

Größe: 57,7cm
Gewicht: 4570g
Lieblingsessen: Muttermilch
Lieblingsspielzeug: –

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.