Blogparade: Draußenzeit trotz Novembergrau?

Ich wurde auf eine tolle Blogparade aufmerksam gemacht. Nämlich von Gesa, von Gesas großes Glück. Sie fragt nach Motivation für die Draußenzeit bei diesem usseligen, trüben und mitunter regnerischen Wetter.

Gummistiefel, Matschhose, Regenjacke – Dem Herbst und Winter wird getrotzt.

IMMER (?) GERNE DRAUßEN

Wir sind, denke ich zumindest, eine Familie die sehr gerne draußen ist. Allen voran mein Mann, der vermutlich auch draußen im Wald übernachten und jeden verdammten Berg besteigen würde.

Natürlich sind auch meine Kinder (3 & 1) gerne draußen. Der Große hat gerade das Laufrad für sich entdeckt und der Kleine findet vom Baum, bis zum Käfer alles total spannend.

Ich selber bin auch sehr gerne draußen und versuche am Tag auf etwa Minimum zwei Stunden zu kommen. Im Frühjahr und Sommer sind wir tatsächlich fast den ganzen Tag draußen und gehen gefühlt nur zum Essen nach oben. Wir haben auch Glück, denn bei uns vor der Tür herrscht reges treiben mit vielen Kindern aus der Siedlung. Da brauche ich keine Motivation, denn, wenn es nicht zu heiß ist, reichen mir schlicht die Kinder, die ich durch die Fenster höre.

Im Herbst und Winter sieht es da etwas anders aus. Auch wenn der Herbst meine liebste Jahreszeit ist, fällt es mir manchmal schwer auf die zwei Stunden zu kommen. Solange die Sonne scheint, oder es zumindest nicht regnet, mag das noch klappen, aber bei Regen und Kälte, fällt die Motivation schon mal in ein Loch.

Auch mit dem Laufrad kann man durch Pfützen.

WIE MOTIVIERE ICH MICH?

Wisst ihr, manchmal bin ich schlichtweg zu faul. Dann denke ich mir „Puh, jetzt Simon zwanzig Schichten anziehen, dann noch Alwin und ich selber muss mich auch noch fertig machen? Nääääh!“, aber der Schweinehund möchte ja überwunden werden.

– Zum einen motiviert mich da der Große, der schlichtweg fragt ob wir nach draußen gehen. Wenn ich dann manchmal versuche mich rauszureden mit „Aber schau mal, es regnet“, dann entgegnet er schlicht „Dann müssen wir eine Regenjacke anziehen.“

Tja 1:0 für den Wirbelwind.

– Ich verabrede mich. Es gibt grad genug Muttis mit denen ich mich gut verstehe und denen schlechtes Wetter nichts ausmacht. So ging ich schon einige Male beim Regen auf den Spielplatz.

– Der gute Gedanke am Abend. Ja, manchmal denke ich mir Früh „Ich mag nicht raus“, aber dann weiß ich, dass ich Abends ein schlechtes Gewissen habe. Manchmal hilft mir das.

– „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, so abgedroschen der Spruch auch sein mag, er stimmt. Gegen Kälte und Nässe kann ich mich schlichtweg schützen und Spaß draußen haben.

– Die Schätze der Natur. Ich bin absolut keine Dekoqueen, aber ich lasse meine Kinder gerne draußen Dinge sammeln. Und das bietet sich im Herbst besonders an. Kastanien, Eicheln, Blätter, Äste, etc. Daraus lässt sich an Tagen, an denen man tatsächlich nicht raus geht, was nettes basteln.

– Die Gesundheit. Jaja, Blablabla, ich weiß! Aber es ist einfach gesund bei Wind und Wetter vor die Tür zu gehen. Es tut einem gut!

– Zuletzt ein kleiner Tipp: Gerade im Herbst und Winter handhabe ich es gerne so, dass ich jeden Tag zum Einkaufen muss. Ich kaufe extra nur für den jeweiligen Tag ein, damit ich am nächsten wieder raus muss. (Jaaaa guuuut, manchmal bitte ich auch den Mann, nach der Arbeit noch schnell das Toast zu besorgen. ERWISCHT!)

MUSS MAN JEDEN TAG NACH DRAUßEN?

Klar, nach draußen zu gehen ist gesund. Keine Frage. Aber man verkümmert ja nicht sofort, nur weil man einen Tag vor dem Fernseher oder der Konsole verbringt.

Erst neulich habe ich tatsächlich den ganzen Tag nichts mit den Kindern gemacht. Entweder sie haben selber gespielt, oder wir haben gemeinsam vor der Glotze gehangen. Ja, auch der Einjährige!
Uns sind nicht urplötzlich alle sozialen Kontakte flöten gegangen und wir sind auch nicht dümmer geworden. Verrückt oder?

Also, für mich gibt es genug Gründe draußen zu sein, aber ich finde es auch nicht schlimm mal Zuhause zu bleiben.
Und bei euch?

Sonnige Grüße.

2 Gedanken zu „Blogparade: Draußenzeit trotz Novembergrau?

  1. Wow! Zwei Stunden! Ich habe bisher immer eine Stunde frische Luft pro Tag als Ziel! Im Sommer und auch im warmen Frühling ist das kein Problem, da sind wir auch fast den ganzen Tag draußen. Aber zwei Stunden im Herbst/Winter… Mal sehen, ob ich da nächstes Jahr mit dir mitziehe 😉
    Die Idee mit dem Einkaufen ist wirklich gut! Und Recht hast du, ein Weltuntergang ist es auch nicht, wenn man mal einen Tag drinnen verlümmelt!
    Lieben Dank für deinen Beitrag 🙂

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