Blogparade: Kind und Verkehr 

Wiebke von Verflixter Alltag hat zu einer Blogparade gerufen. Es geht um Kinder im Straßenverkehr und wie man mit ihnen umgeht. Da ich persönlich den absoluten Albtraum erlebt habe, muss ich mir das einfach von der Seele schreiben.

Kind und Verkehr.

Kind und Verkehr.


MEIN SOHN MITTEN AUF DER STRAßE

Als mein Mann und ich mit den Kindern neulich unterwegs waren, ist für uns wohl eine der schlimmsten Albträume fast wahr geworden.

Wir kamen gerade aus einer Gaststätte. Ich hielt meinem Mann die Tür auf, damit er mit dem Kinderwagen raus kommt. Er fuhr Alwin ganz vorsichtig die zwei Treppenstufen nach unten, als mein älterer Sohn (2) sich an mir vorbeischleichte, die Treppen runtersprang und einfach los lief.

Ich selber habe das alles gar nicht geschnallt, bis mein Mann „SIMON STOP!!“ brüllte. Ich schaute auf und da stand er; Mitten auf der viel befahrenen Straße. Zwar in einem Kuhkaff, aber mit dennoch viel Verkehr. Und an die 50 hält sich dort eh kaum einer. „KOMM VON DER STRAßE RUNTER!“ rief ich panisch, während ich zu ihm gelaufen bin. Allerdings blieb er wie versteinert stehen und war ob unserer Reaktion offenbar verwirrt.

Mein erster Impuls war ihn zu packen, anzuschreien und nicht mehr loszulassen. Ich war sauer dass er hingelaufen ist und nicht auf das STOP reagierte. Und ich war sauer auf mich, weil ich es nicht eher gesehen hatte. Stattdessen nahm ich ihn an die Hand und ging mit ihm auf die andere Straßenseite. Ich hockte mich zu ihm und versuchte ihm zu erklären dass er nicht einfach auf die Straßen rennen kann, weil dort Autos fahren, die ihn nicht sehen.

Wie der Zufall so will fuhren gerade zwei Autos an und vorbei und ich konnte sie ihm zeigen. Es ist zum Glück nichts passiert. Er stand auch nicht lange auf der Straße, aber für mich eine gefühlte Ewigkeit.

Das Problem an der ganzen Geschichte war auch, dass es keinen Bürgersteig gab. Die Fahrbahn war lediglich durch Linien am Boden markiert. Ich bin mir ziemlich sicher dass Simon überhaupt nicht begriffen hat dass er auf der Straße steht.

WAS KANN MAN TUN?

Wie bringe ich einem Zweijährigen nun also bei, dass es gefährlich werden kann? Tja, ich weiß es nicht. Reden hilft nicht viel, denn ich kann zig mal sagen dass viel Verkehr ist und die Autos einen vielleicht nicht sehen. Er kann die Gefahr schlichtweg nicht einschätzen.

Wir halten grundsätzlich am Bürgersteig an und ich frage ihn immer ob er Autos sieht, oder ob die Straße frei ist. Er schaut auch links und rechts.
Auch bei Ampeln sage ich ihm dass er immer erst schauen soll, bevor er rübergeht. Grüne Ampel hin oder her. Aber das alles macht er natürlich nicht von selber. Er hält nur an oder schaut auf die Ampel, wenn ich ihn darum bitte.

Manchmal bleibt er aber trotz Aufforderung nicht stehen und rennt weiter. Dann muss ich hinterher, sonst rennt er lachend in Richtung Ampel.

Ich erkläre ihm immer und immer wieder was passieren könnte wenn er nicht schaut und dass er besser nur an der Hand oder am Kinderwagen rüber gehen soll. Das klappt auch meistens, aber hin und wieder ist er bockig, nicht geduldig genug oder hört schlichtweg nicht auf mich.

Seit er auf die Straße gerannt ist, bin ich ängstlich geworden. Ich merke wie ich ihn manchmal ganz verkrampft festhalte, damit er auch bloß nicht entwischt. Sicherlich ist das nicht der richtige Weg, aber ich muss das alles erst mal verdauen.

Wie geht ihr mit euren Kindern im Straßenverkehr um? Wie legt ihr ihnen die Gefahr nahe?
Wenn ihr Lust habt, dann macht doch bei der Blogparade mit.

Sonnige Grüße.

Ein Gedanke zu „Blogparade: Kind und Verkehr 

  1. Pingback: Aufruf zur Blogparade: Augen auf im Straßenverkehr (#kindundverkehr) - Verflixter Alltag - Kuriositätenkabinett einer Mama-Bloggerin

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