Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Nätty von Bilderbuchbaby hatte eine ganz fabelhafte Idee für eine Blogparade. Nämlich das Thema „Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!„. Ja, das gibt es wirklich und auch ich bin davon tatsächlich betroffen!

ALLES HUMBUK?
Ich habe diese Sache mit der Schwangerschaftsdemenz immer für absoluten Schwachsinn gehalten. Ebenso wie Heißhunger und dass man kurz nach der Entbindung die Schmerzen vergisst. Bis auf letzteres, kannte ich auch alles nicht aus der ersten Schwangerschaft.
Beim Stillen sah das damals schon anders aus. Das witzige daran ist, ich weiß dass mir ständig Dinge entfallen sind, ich kann mich nur nicht mehr daran erinnern. Oh, Hallo Stilldemenz! Es war nie etwas gravierendes; So habe ich immer an meine Schlüssel gedacht, ich habe immer den Herd ausgemacht und mein Kind habe ich auch nirgendwo vergessen (im Gegensatz zu meinem Hund, aber das ist über 10 Jahre her und ich habe sie wieder abgeholt und sie wurde dennoch glücklich und alt!).
Also merkte ich damals schon; Schwangerschafts- und Stiilldemenz scheint es doch zu geben.

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! (Bildrechte: Bilderbuchbaby.com)

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!
(Bildrechte: Bilderbuchbaby.com)


DIE SCHWANGERSCHAFTSDEMENZ
Klar, logisch, jede Schwangerschaft ist anders. So auch meine zweite und die ist voller Demenz! Teilweise sogar gefährlich.
Doch fangen wir mit den harmlosen Dingen an:
Mein Sohn suchte neulich seinen „große Ball“. Ich sagte ihm, dass dieser sicherlich in seinem Zimmer sei. Er ging los und kam enttäuscht wieder. „Kein Ball“. Gut, also ging ich mit. Jetzt leben wir nicht in einer riesen Villa, nein, es sind bescheidene 77qm², also recht überschaubar und man kommt gut von A nach B. Nun stehen wir beide also im Kinderzimmer und ich konnte mir einfach nicht helfen; Was wollte Simon denn nochmal? Mit seinen großen Glubschaugen schaute er mich erwartungsvoll an. „Große Ball?!“ nickte er mir zu, als würde er merken, dass ich nicht mehr wüsste, weshalb wir eigentlich dort sind.
Sollte ich erwähnen, dass der Ball nicht in seinem Zimmer war? Ach nein, das wäre zu peinlich!

Als ich neulich spazieren war und Bekannte traf, die ich seit nun mehr einem Jahr kenne, merkte ich auf einmal im Gespräch dass ich keine Ahnung habe, wie die freundliche Frau vor mir eigentlich heißt. Mein Kopf war so voller „Wie heißt sie?“„Verdammt! Wer ist das nochmal?“, dass ich mich kaum auf die Unterhaltung konzentrieren konnte.
Sollte ich erwähnen, dass wir gemeinsam in die Krabbelgruppe gehen? Ach nein, das wäre zu peinlich!

Am 25.04. hatten mein Mann und ich Hochzeitstag. Schon Tage vorher freute ich mich tierisch auf den geplanten Abend, denn wir wollten nach langer Zeit mal wieder zum Inder essen gehen.
Gesagt. Getan.
Es war ein Abend voller Leckereien und er war einfach schön!
Am nächsten Tag berichtete mir mein Mann, dass zwei seiner Kollegen am gestrigen Tag ganz bei uns in der Nähe ein Bierchen trinken waren. Ich schaute ihn vollkommen verdutzt an; „Gestern? Wo waren wir denn da?“
Sollte ich erwähnen, dass ich meinen Hochzeitstag eh ständig vergesse? Ach nein, das wäre zu peinlich!

Tjoa und dann neulich noch die Krönung des Ganzen:
Ich habe wie üblich unser Abendessen schon am Morgen zubereitet. Ich schnibbelte also Gemüse und setzte Reis an. (Dazu kommt bald übrigens ein Rezept.) Anschließend bin ich mit meinem Sohn in’s Wohnzimmer gegangen und wir haben gespielt und gespielt und gespielt. Nebenbei telefonierte ich noch kurz mit meiner Schwester, machte eine Waschmaschine an und legte gemütlich Wäsche zusammen. Als ich dann einen Obstteller für uns zurecht machen wollte, öffnete ich die Küchentür und wurde vor Qualm erschlagen. Der Reis stand Ewigkeiten auf dem Herd und ich weiß nicht mal wie lange.
Als erstes verfrachtete ich den Kleinen aus der Küche, ehe ich das Fenster öffnete und noch versuchte den Reis zu retten. Aber es war vorbei. Alles, selbst der Teil der nicht schwarz war, schmeckte nach Rauch. Ekelhaft! Der gute teure Naturreis! Und der Topf erst! Da musste ich lange schrubben, damit der wieder normal aussah.
Sollte ich erwähnen, dass ich den Topf zwei Tage lang einweichen musste? Ach nein, das wäre zu peinlich!

Ups! Wie konnte das passieren?

Ups! Wie konnte das passieren?

Wenn ihr auch Lust habt, bei der Blogparade mitzumachen und über eure Schwangerschaftsdemenz/Stilldemenz berichten wollt, dann verlinkt euch bei Nätty!

Sonnige Grüße.

3 Gedanken zu „Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

  1. Haha, ach das war richtig erleichternd zu lesen. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Oh, man, vor allem, dass mit dem „Wo waren wir denn gestern … ?“ Das kommt mir sehr bekannt vor. Dein Mann muss echt verdutzt geschaut haben 😉 Aber das hätte mir auch passierne können. Sollte ich erwähnen, dass ich mal meinen Papa einen Tag zu früh zum Geburtstag angerufen habe. Weil ich mir nach 30 Jahren immer noch nicht den Tag gemerkt habe? Ach, nein, das wäre zu peinlich ;)))
    Der Topf sieht auch sehr gut aus. Dass du den tatsächlich wieder sauber bekommen hast. Wahnsinn! 😉 Ganz liebe Grüße!!!

    • Hihi, es hat mir aber auch echt viel Spaß gemacht den Beitrag zu schreiben. Das Thema ist einfach zu gut.

      Ja, er hat tatsächlich etwas irritiert geschaut und dachte wohl, dass ich ihn verschaukeln will. 😉
      Ich hatte die ganze Zeit Angst, ich würde den Geburtstag meiner Mutter (heute) vergessen! Aber zum Glück habe ich gleich am Morgen daran gedacht. Das wäre sonst zu peinlich. 😀

  2. Pingback: Das Bilderbuch-Ende zur Blogparade Schwangerschaftsdemenz und äh …dingens … Stilldemenz | BilderbuchBaby – Bilderbuchfamilie? Gibt`s nicht. Die Wahrheit über den Mama-Alltag!

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