Blogparade: Weihnachten in meiner Kindheit

Ich bin über Twitter auf eine ganz feine Blogparade aufmerksam geworden. Nordhessenmami fragt auf ihrem Blog wie man selber Weihnachten in seiner Kindheit erlebt hat.

Weihnachten in meiner Kindheit. Bildrechte: Nordhessenmami

Weihnachten in meiner Kindheit.
Bildrechte: Nordhessenmami

WEIHNACHTEN, DIE AUFREGENDSTE ZEIT

Ich war als Kind immer ganz aufgeregt. Das fing am ersten Advent an und hörte erst nach den Feiertagen auf. Ich mochte es immer wenn der Adventskranz ausgepackt wurde und die Tage bis Heiligabend immer kürzer wurden. Natürlich machte ich mir viele Gedanken zu den Geschenken und hoffte alles zu bekommen was ich mir gewünscht hatte. Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, jemals einen Wunschzettel geschrieben zu haben. So genau wusste ich also nicht, wie das Christkind immer das Richtige brachte. Witzigerweise hat mich das auch kaum gekümmert.

Schon vor Heiligabend gab es extra viele Süßigkeiten. Hier ein paar Plätzchen, da etwas Schokolade mit Marzipan. Auch das fand ich natürlich immer ganz toll.

Den Weihnachtsbaum aufstellen hingegen fand ich immer blöd. Das lag daran weil meine Eltern sich grundsätzlich gestritten haben. Wie hält er am besten? Warum steht der Baum schief? Wieso verliert er schon Nadeln? Wo sind die Kugeln? Und so weiter. Das hat mich immer genervt, aber wenn dann alles fertig gewesen ist und der Baum geschmückt war, fand ich das wieder besonders schön. Auch die Lichterketten und den Weihnachtsschmuck am Fenster schaute ich immer unfassbar gerne an. Das ganze gab einem das Gefühl von Heimeligkeit.

HEILIGABEND

An Heiligabend fuhren wir jedes Jahr zu meinen Großeltern. Schon bei der Ankunft duftete es nach leckeren Plätzchen und das Essen,für die nächsten Tage, brodelte im Topf beziehungsweise im Ofen.
Doch bevor es das Essen (und vor allem Geschenke) gab, ging es Abends in die Kirche. Als Kind stellte ich das nie in Frage. Es gehörte einfach dazu. Als Jugendliche hatte ich nur noch selten Lust dazu, weil mir einfach komplett der Bezug zu der Religion fehlte.
Na jedenfalls nahm ich das als Kind einfach hin und es war ok. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, war es sogar ganz schön, weil eine Kirche für mich immer eine besondere Atmosphäre bietet. Gerade zu Weihnachten, mit all den Lichtern und Kerzen.

Nach der Kirche gab es das Abendessen. Wenn alles aufgetischt war, wurde gebetet. Fand ich als Kind auch noch normal.
Danach konnte geschlemmt werden. Karpfen. Das habe ich als Kind schon nicht gemocht und bekam deshalb immer Fischstäbchen. Dazu Kartoffeln und Sauerkraut. Letzteres mag ich allerdings auch nicht. Zum Nachtisch gab es Mohnsemmeln. Mochte und mag ich bis heute ebenfalls nicht (Ja, ich bin wählerisch – Das war als Kind noch schlimmer). Deshalb habe ich mich einfach am Süßigkeitenteller bedient.
Ganz wichtig; Es gab an Heiligabend kein Fleisch. Das war ganz schlimm für mich, weil mein Opa immer wenn wir dort waren meine Lieblingsfleischwurst kaufte. Von ihm bekam ich auch immer heimlich ein Stück, weil er wusste wie gerne ich sie esse.

Anschließend gingen meine Schwester und ich aus dem Raum. Ich habe nie in Frage gestellt weshalb das so ist, es gehörte genau wie die Kirche und das Beten dazu.
Dann riefen uns die Erwachsenen ein wenig später und meinten das Christkind sei gerade wieder verschwunden. Wir gingen also auf den Balkon und schauten in den Himmel, aber leider war nichts zusehen.

Dafür lag unter dem Baum alles voller Geschenke! Ich muss zugeben, es waren immer sehr viele. Nebst den Geschenken stand auch grundsätzlich ein Süßigkeitenteller für mich und meine Schwester bereit.
Wir packten also fleißig aus und stopften uns mit Schokolade voll. Tauschten untereinander was wir nicht essen mochten.
Wir haben so gut wie immer Dinge bekommen, die wir uns wünschten. Eine Barbie, ein Spiel, ein Gameboy, eine Playstation, … . Kinder von Traurigkeit waren wir wahrlich nicht.

Noch heute habe ich das Lächeln meines Opas im Gedächnis, der sich immer freute, wenn wir uns freuten. Er war wohl der kinderfreundlichste Mensch auf Erden.

Natürlich durften wir an Weihnachten immer extra lange aufbleiben. Schließlich mussten die Geschenke ja auch ausprobiert werden. So bauten wir an einem Abend den Lego Duplo Zoo auf, frisierten Barbie in ihrem Traumhaus, während wir einige Jahre später Spyro auf der Playstation 1 zockten.

DIE TAGE NACH HEILIGABEND

Wir blieben über Nacht bei meinen Großeltern. Dort gab es dann immer die weltbesten Klöße von meiner Oma, mit Pute und Erbsen mit Möhren. Selbst wenn ich heute kein Fleisch mehr esse, läuft mir bei dem Gedanken das Wasser im Munde zusammen.
Eigentlich standen meine Mutter und meine Oma sehr viel und lange in der Küche, das war mir als Kind nicht so bewusst, heute weiß ich das sehr zu schätzen.

Ich bin mir nicht mehr sicher ob wir am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag nach Hause fuhren. Jedenfalls machten wir dann immer Halt bei meiner anderen Omi. Dort haben wir dann auch alle anderen Verwandten getroffen. Tanten, Onkels, Cousinen, Cousins. Früher auch ganz normal, heute etwas seltenes. Leider.
Auch bei meiner anderen Oma roch es immer nach leckeren Plätzchen. Davon gab es reichlich. Das Christkind hat ebenfalls Geschenke da gelassen und so packten wir wieder Dinge aus, die wir uns wünschten. Wir blieben zum Kaffee und Kuchen (Plätzchen), ehe der Zauber von Weihnachten ganz langsam Abschied nahm.
Mit dem Kofferraum voller Krempel machten wir uns dann auf den Weg nach Hause und erfreuten uns dort weiterhin an den Geschenken.

Ich kann sagen dass meine Eltern und vor allem Großeltern immer darauf bedacht waren, dass wir als Kind wunderschöne Weihnachten hatten. Das ist ihnen eindeutig gelungen, das weiß ich heute zu schätzen und bin sehr, sehr dankbar dafür.
Oft wünsche ich mir diese Weihnachten zurück, aber das ist leider nicht mehr möglich.

Sobald mein Mann und ich in unser Haus eingezogen sind, hoffe ich, zumindest meinen Eltern ein Stückweit etwas von der Heimeligkeit zurückgeben zu können.

Sonnige Grüße.

6 Gedanken zu „Blogparade: Weihnachten in meiner Kindheit

  1. Pingback: Weihnachten in meiner Kindheit (Blogparade #meineWeihnachtserinnerung) › nordhessenmami.de

  2. Pingback: Fünf Freitagslieblinge - 23.11.'16 - Sonnenshyn.de

  3. Pingback: Weihnachten in meiner Kindheit – #MeineWeihnachtserinnerung | Der Wohnsinn

  4. Pingback: Weihnachten in meiner Kindheit | Der Wohnsinn

  5. Hallo Chrissy,
    danke für diesen schönen Post. Du hast mich damit auf Nordhessenmamis Blogparade aufmerksam gemacht, sodass ich auf den letzten Drücker noch teilnehmen konnte. 😉
    Ich wünsche dir auch dieses Jahr wieder ein schönes Fest im Kreise deiner Liebsten.
    Liebe Grüße,
    Alex

    • Hui, das freut mich aber wenn du durch mich darauf aufmerksam geworden bist.
      Ich muss noch alles nachlesen, da bin ich noch nicht zu gekommen. 🙂
      Ich wünsche dir ebenfalls noch schöne Feiertage und hoffe ihr genießt die Zeit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.