Ein paar Stunden ohne Baby

Ich war schon immer der Meinung, dass Simon sich früh genug an andere gewöhnen sollte. Er soll lernen dass es nebst Mama und Papa auch andere Personen gibt, die ihm gutes tun und bei denen er sich auch ausheulen kann. Natürlich sollte all das ohne Zwang passieren und ich bin sehr froh, dass der Kleine nicht fremdelt.

Vor ein paar Tagen schnappte ich mir den großen Hund und ging am Abend alleine mit ihr spazieren. Simon habe ich bei meinen Eltern gelassen. Es war nicht lange, vielleicht 1,5 bis 2 Stunden. In dieser Zeit genoß ich es, mich voll und ganz um den Hund kümmern zu können und Simon erfreute sich an der Mamafreien-Zeit. Komischerweise war er die ganze Zeit gut drauf, bis ich wieder gekommen bin. Er krabbelte gleich zu mir und fing an zu heulen. Ich vermutete, dass er in diesem Moment begriffen hatte, dass ich weg gewesen bin. Er ließ sich aber schnell beruhigen und wir beide erfreuten uns am Abendessen.

Wieder einige Tage später, haben meine beiden Cousinen sich für ein paar Stunden den Kleinen geschnappt und mir Babyfreie-Zeit gegönnt. (Danke an dieser Stelle nochmal!) Mein Mann fragte mich, ob man sich als Mutter sorgen machen würde, aber ich war (anders als erwartet) ganz entspannt. Ich wusste dass die beiden das schon meistern werden und war ja auch nicht aus der Welt.
Ich konnte mich also in den Garten meiner Eltern pflanzen, mit meiner Mutter eine Runde „Fire“ (ein empfehlenswertes Adventure von Daedalic) spielen, Bällchen werfen mit dem Hund und einfach mal genießen, dass man nicht seine Augen überall haben muss.

Nach ein paar Stunden kam ein ganz entspannter und durchaus kaputter Simon wieder zurück. Als er mich sah, ruderte er vor Freude mit den Armen, aber war keineswegs böse. Im Gegenteil. Vielleicht hat er die Zeit, ohne Mami, ja auch etwas genossen.

Sonnige Grüße.

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