Liebes Tagebuch – Ein blöder Start! (Tag 1)

Wir schreiben das Jahr 2019. Der März ist gerade angebrochen. Der Fünfte des Monats (Dienstag) und mein Mann machte sich auf in die Ferne.
So blieb ich Daheim mit dem Vierjährigen, dem Zweijährigen und dem Baby.

  • Tag 1 –

Liebes Tagebuch,

die Nacht war mies!

Gegen vier Uhr klagte Simon über Bauchschmerzen. Keine halbe Stunde später spuckte er sich voll.
Während der Mann das Bett frisch machte, beruhigte ich den Großen.

Alwin wurde wach. Offenbar hat er sein Fieber überstanden, denn er war putzmunter.
UM HALB FÜNF.

Alles reden und Hörspiel anmachen half nicht. Die Kinder waren wach.
Damit der Mann vor der Reise noch etwas Schlaf bekam, ging ich mit den Kindern um 6 nach unten. Sie futterten je ein Toast, dann zwang ich sie Toggolino zu gucken.

Hab das Baby oben vergessen.
Hole es gegen halb sieben und bekomme Nervenzusammenbruch Nummer eins. Dabei ist der Mann noch nicht mal weg.
Dieser bietet mir an noch was einkaufen zu gehen. Ich nehme dankend an. Er und der Große verschwinden.

Gemeinsam mit Alwin räume ich die Windeln in den Wickeltisch und wir schaffen zwei Kartons ins Wohnzimmer. Meine Hoffnung; Die zwei Jungs bemalen sie oder spielen Auto damit.

Um neun sind die Einkäufe eingetroffen.
Der Mann meint es gut und hat uns sämtliche Vorräte für die kommenden Tage gebracht „Dann brauchst nicht einkaufen und hast eine Sorge weniger“
Yeah!

Um 10 Uhr starten wir zum Bahnhof. Zu fünft quetschen wir uns in den Prius.
Alles klappt wunderbar.
Großes Heulen (meinerseits) am Bahnhof, dann wieder nach Hause.

Mittags geht mein Plan auf und die zwei Großkinder spielen mit den Kisten. Sie malen sie an und bekleben sie.
Das Baby gluckst fröhlich an der Brust.

Kartons werden zu Autos.

Nach einer Stunde ist die Luft raus. Draußen allerdings nicht. Da stürmt es aus allen Ecken und der Regen kommt auch noch.
Simon fragt ob er Sally gucken kann und nun muss ich offenbar eine Skye-Torte zu seinem Geburtstag machen.
Danke auch!

Die Jungs spielen nach kurzer Rauferei wieder zusammen mit Autos.
Der Große bekommt Durchfall.
Scheiße ey!

16:25 Uhr – Das Mittagessen ist fertig. Es gibt Nudeln. Nothing more or less.

Ich gucke gefühlt alle zehn Minuten auf die Uhr. Seufze. Weiß nichts anzufangen. Die Kinder auch nicht. Keiner möchte was machen, aber alle sind gelangweilt und aufgedreht.

Baby brüllt.

Wir schaffen es uns bis kurz nach 18 Uhr durchzumogeln. Dann gibt es Abendessen.
Plötzlich ruft der Papa an. Die Kinder sind aus dem Häuschen. Das Essen vergessen. Sie freuen sich ihn in der Kamera zu sehen.
Und ich mich erst!

Gegen 19 Uhr ist dann Bettzeit und was soll ich sagen? Es lief!
Zwar mussten wir unsere Schlafordnung neu definieren (damit jeder was von Mama hat), aber das ging ohne Probleme und ganz diplomatisch.
Einen Ass hatte ich dennoch im Ärmel; Ein Hörspiel. Das haben wir nämlich schon länger nicht mehr gehört.
Alle lagen brav nebeneinander (Simon, Florian, ich, Alwin) und lauschten Benjamin Blümchen. Das Baby schlief an der Brust nuckelnd ein. Simon war sehr schnell weg.
Alwin und ich schauten dann noch gemeinsam aus dem Fenster die Sterne an.
(Funfact: Ist der Mann nicht im Haus, schlaf ich immer mit Rollos oben.)

Liebes Tagebuch,

bitte sorge doch dafür dass diese Nacht nun besser wird als die letzten beiden und lass alle wieder gesund werden!

Sonnige Grüße.

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