Liebes Tagebuch – Wir basteln (Tag 9)

Wir schreiben das Jahr 2019. Der März ist gerade angebrochen. Der Dreizehnte des Monats (Mittwoch) und mein Mann machte sich auf in die Ferne.
So blieb ich Daheim mit dem Vierjährigen, dem Zweijährigen und dem Baby.

Tag 9 – Wir basteln.

  • Tag 9 –

Liebes Tagebuch,

die dritte Nacht in Folge, die sehr erholsam gewesen ist.
Ich warte noch auf die Apokalypse!

Nach dem Frühstück herrscht bei Simon gedrückte Stimmung. Er mag nicht so richtig los. Hier und da nervt ihn etwas.
Dennoch zieht er sich an und als wir los gehen, ist die schlechte Laune schnell verflogen.
Auch im Kindergarten verabschiedet er sich ohne Probleme. Noch dazu bekommt er ein Freundschaftsbuch in die Hand gedrückt und freut sich, es Zuhause mit mir auszufüllen.

Als wir wieder Daheim sind, schnibbeln Alwin und ich das Gemüse für die Kartoffelsuppe. Wir bereiten alles vor und somit ist das Mittagessen bereits um 10 Uhr fertig.
Eine Sorge weniger.
Da Florian weiterhin im Wagen schlummert, haben der Mittlere und ich noch Zeit für einige Bücher und ein paar Puzzle.

Das Abholen und nach Hause gehen gestaltet sich unspektakulär. Alwin schläft bereits auf dem Hinweg ein und Simon hat dieses mal nichts zu meckern. Obwohl es regnet und wir zu Fuß gehen.
Ja, ich wunder mich ebenfalls.

Zuhause wird gefuttert und anschließend gebastelt. Wir machen Hasen und Ostereier, bis Florian wach wird. Während ich stille, spielen die zwei Großkinder Feuerwehr.
Die Idylle trügt doch?!

Hasen, Ostereier und anderes Gedöns.

Das Wetter ist wechselhaft und nervig. Regen, Sonne, Hagel, starker Wind. And repeat!
Wir gehen nach oben und die Kinder spielen zwar nicht zusammen, aber jeder macht was für sich und so kann ich mich wieder ausgiebig mit dem Baby unterhalten.
Ihr könnt mir glauben, die Gespräche sind gehaltvoller als mit manchen Erwachsenen!

Am Abend gehen wir wieder nach unten. Dort spielen die zwei Jungs noch mit der Feuerwehrwache, während ich das Abendessen vorbereite.
Wir erzählen wieder vom Tag. Wem hat was am meisten Spaß gemacht und was fand man so richtig blöd. Daraus ergeben sich immer lustige oder ernste Tischgespräche.

Beim Einräumen der Schränke in der Küche, hau ich plötzlich einer unserer Glasflaschen um. Oweia! Überall Scherben.
Nicht so wild. Keiner hat sich was getan. Also sammel ich akribisch alles ein.

Als wir ins Bett verschwinden wollen, möchte sich Simon noch auf die Waage stellen. Beim Wegstellen scheppert es plötzlich „Oh nein“ höre ich den Großen sagen. „Mama? Die Waage ist kaputt.“
Uuuuund wieder Scherben. Da er vorher seine Hände mit Creme einrieb, ist sie ihm aus der Hand geflutscht.
Nein, er hat keinen Ärger bekommen. Vielleicht ist es besser so, dass das olle Ding hinüber ist. 😉

Im Bett wünscht sich dann jeder ein Gute Nacht Lied. Wir singen „Weißt du wie viel Sternlein stehen“, „La Le Lu“ und „Guten Abend, gute Nacht“. Alwin schlummert schnell ein und auch Simon schläft vor halb 8 ein. Florian braucht ein bisschen. Er hat am Nachmittag und Abend kaum geschlafen und man merkt ihm an dass er überreizt ist. Aber auch er ist einige Augenblicke später fest im Traumland.

Bis mein Mann anruft, lese ich noch etwas.

Liebes Tagebuch,
die Sonne! Bitte. Bitte sorge für Sonne. Sie fehlt mir. Ich kann es selber kaum glauben!

Sonnige Grüße.

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