[Werbung] Rezension: Babybauchzeit

Sehr lange habe ich dem Buch „Babybauchzeit“ von Nora Imlau und Sabine Pfützner entgegen gefiebert. Dann hatte ich ein Rezensionsexemplar aus dem Briefkasten gefischt und das Buch in meiner dritten Schwangerschaft geradezu verschlungen.

Babybauchzeit – Von Nora Imlau und Sabine Pfützner.


NOCH EIN RATGEBER?!

Für mich ist Babybauchzeit kein klassischer Ratgeber im Sinne von „So und nur SO läufts!“, sondern viel mehr ein Wegbegleiter, der viele Facetten von Schwangerschaft, Geburt und die erste Babyzeit beleuchtet.

Es gibt keine dogmatischen Regeln an die man sich halten soll. Es gibt kein „gut und böse“. Es gibt schlichtweg die Schwangerschaft, die Frau, die Familie, das Baby. Kein richtig, kein falsch. Und das macht das Buch für mich zu einem Begleiter und nicht zu einem Ratgeber. Selbst in der dritten Schwangerschaft nahm ich sehr viel mit in die Geburt und auch im jetzigen Wochenbett findet sich vieles, was mir hilft.

DER AUFBAU

Babybauchzeit holt einen von der ersten Sekunde ab. Die Autoren stellen sich vor und dann geht es auch schon ab in die Schwangerschaft. Es ist logisch unterteilt und je nach dem wann man sich das Buch zulegt, findet man schnell „seine Kapitel“. (Ich zum Beispiel fing erst mal im dritten Trimester an zu lesen.)

Es gibt immer wieder kurze Erklärungen was im jeweiligen Monat passiert. Außerdem unterhalten sich Nora und Sabine zwischendurch immer wieder und es ist sehr spannend wie unterschiedlich sie verschiedene Situationen erlebten.

Nora: […] „Mir haben damals viele gesagt: Bereite dich am besten gar nicht vor, lass das Schicken einfach seinen Lauf nehmen. Ich selbst hatte hatte aber das ganz starke Bedürfnis, mich vorzubereiten, um mich sicherer zu fühlen.“

Sabine: „Ich denke tatsächlich, in der Kombination aus beiden liegt die Kraft: Es ist gut, sich Gedanken darüber zu machen, was ich für eine gute Geburt brauche. Aber dann muss ich mich darauf einlassen, was passiert, auch wenn es bedeutet, dass alles anders kommt als geplant.“

(Babybauchzeit, S. 191, 3. Trimester, Angst vor der Geburt)

So wird also nicht nur auf die Schwangerschaft eingegangen, sondern auch auf die Geburt. Und auf die vielen, vielen verschiedenen Gefühle, die dabei entstehen. Von der puren Euphorie, bis hin zur Angst. Alles wird angenommen, alles ist absolut in Ordnung.

Doch auch das Wochenbett und die somit erste Zeit mit dem Baby kommt nicht zu kurz. Stillen, Beckenboden, Sex, Gefühlschaos. Alles Dinge über die man sich Gedanken macht und die hier Antworten finden.

Besonders schön empfand ich das Kapitel „Wissen hilft gegen Angst“. Es wird, unter anderem, auf Kreislaufprobleme aufmerksam gemacht. Auf Migräne. Wadenkrämpfe. Rückenschmerzen. Uuuuund so weiter. Die Liste an Weh-wehchen und Krankheiten in der Schwangerschaft kann lang sein und es ist gut zu wissen, dass man in dem Buch nachschlagen kann.

Mit dem Thema „Tod“ wird sich am Ende von Babybauchzeit auseinandergesetzt. Auch das gehört leider zu manchen Schwangerschaften und auch hier ist es schön wenn man eine Anlaufstelle hat.

Immer wieder zu finden; Zeichnungen und Erklärungen zum Körper.

WAS BRACHTE MIR BABYBAUCHZEIT?

Wie eingangs geschrieben, fing ich an es in der dritten Schwangerschaft zu lesen. Man könnte meinen, dass ich so einen Ratgeber nicht nötig hätte. Aber, so abgedroschen dieser Spruch sein mag, jede Schwangerschaft ist anders. Einzigartig und absolut individuell. Bereits in der ersten Schwangerschaft hätte ich mir genau so einen Begleiter gewünscht. Vor allem aber in der zweiten, als es mir nicht gut ging und die Geburt leider auch alles andere als schön gewesen ist.

Für mich persönlich fängt mich dieses Buch auf. Verschiedene Gefühlslagen sind vollkommen okay und dürfen zugelassen werden. Es gibt hier und da Tipps, versteht sich aber eben nicht als Messias der Schwangeren. Das gibt rundum ein gutes Gefühl und macht schlichtweg Spaß!

Also, herzlichen Dank an Nora Imlau und Sabine Pfützner, dass ihr mir die Möglichkeit gegeben habt dieses wunderbare Buch zu lesen. Ich ging mit vielen positiven Gedanken in die Geburt und genieße das Wochenbett nun ganz anders, als zuvor!

Sonnige Grüße.

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