Blogparade: Tischmanieren der Kinder

Mir lässt seit einigen Tagen, eine Frage keine Ruhe; Ab wann sollte man Kinder an Tischmanieren gewöhnen? Ist das überhaupt notwendig? Bei uns geht es da relativ locker zu. Zu locker?

Dazu möchte ich diese Blogparade ins Leben rufen und einfach erfahren wie ihr das handhabt.

Blogparade: Tischmanieren.


TISCHMANIEREN FÜR KINDER – BRAUCHT ES DAS?

Mein Sohn wird im August drei Jahre alt und bisher habe ich mich nicht wirklich mit Tischmanieren auseinandergesetzt. Damit will ich nun nicht sagen, dass wir Spinat mit Händen und Füßen essen (außer beim Baby), aber ich habe mich nie hingesetzt und gewisse Dinge von ihm gefordert. Irgendwie hat sich vieles von selber geregelt.

So isst er zum Beispiel total gerne mit Löffel und Gabel. Ich habe sie ihm schon immer hingelegt und irgendwann fing er an das Besteck zu benutzen. Da er seine Finger nur ungern schmutzig macht, gab es da auch nie Diskussionen. Er hat das einfach von sich aus gemacht. Manchmal ermuntere ich ihn dazu etwas mit den Fingern zu essen, wie zum Beispiel Pizza. Selbst die isst er am liebsten mit der Gabel. Auch gut!

Sobald ich an den Tisch rufe, kann gegessen werden. Auch darüber habe ich mir nie groß Gedanken gemacht. Denn ich rufe grundsätzlich erst dann, wenn alles gedeckt ist. Meistens gebe ich fünf bis zehn Minuten vorher Bescheid, dass das Essen alsbald fertig ist. So sitzen wir also automatisch alle am Tisch und fangen gemeinsam an.

Jetzt ergab es sich neulich, dass wir mit der Familie im größeren zusammen waren und die insgesamt drei Kinder zu Tisch gerufen worden sind. Ich selber war noch nicht anwesend, weil ich mit dem Baby beschäftigt gewesen bin. Als ich dann schließlich dazu kam, saßen die drei Kinder am Tisch, während der Großteil der Erwachsenen noch nicht da war. Die Uroma schob Simon den Kuchenteller hin und sagte ihm, er könne sich ein Stück aussuchen. Das machte er auch und aß es schließlich. „Aha. Simon bedient sich schon“, hörte ich dann genervt.

Eine andere Situation: Wieder in größerer Runde sind einige schon mit dem Essen fertig. Grundsätzlich darf Simon dann aufstehen und spielen gehen. Auch das wurde mit einem „Ihr müsst eurem Kind mal andere Tischmanieren beibringen“, honoriert. Als mein Mann dann sagte, dass wir finden er sei dafür noch zu jung und dass ihm ja sonst langweilig sei, kam nur ein „Neeee! In der Kita müssen die sowas auch!“, tja nun, mein Sohn geht aber nicht in den Kindergarten oder in die KiTa oder zur Tagesmutter. Er ist bei mir und lernt somit meine Regeln.

Für mich persönlich ist es eine Zumutung, wenn Kinder am Tisch sitzen bleiben müssen. Gerade in großer Runde, wo die Kleinen meistens eh nicht mit einbezogen werden. Oder glaubt ernsthaft jemand, es interessiert einen Dreijährigen ob Tante Rita nun ins Altersheim soll oder nicht?

MEINE KINDER WARTEN OFT GENUG

Ich habe vor über einer Woche auf Twitter gefragt, wie das bei anderen so abläuft und habe komplett unterschiedliche Meinungen bekommen. Die einen sagen, man soll den Kindern so schnell wie möglich Tischmanieren beibringen, andere halten das für unnötig. Eine Mutter schrieb, dass Kinder schon lange genug warten müssten und genau das habe ich jetzt mal beobachtet.

Sobald wir vor die Tür gehen, wartet der Große. Er sitzt angezogen im Hausflur und wartet bis ich das Baby fertig gemacht habe und wir los können.

Er wartet beim Einkauf geduldig bis wir fertig sind. Er wartet an einer roten Ampel oder generell an Straßen.

„Warte, ich spüle eben noch fertig.“

„Warte, ich mache noch fix die Wäsche.“

„Warte, ich saug noch schnell durch.“

„Warte, ich muss eben telefonieren.“

„Warte, bis die Schaukel frei ist.“

Warte, warte, warte.

Und das sind nur Beispiele, die mir in der letzten Woche aufgefallen sind. Ganz kurios fand ich dann folgende Szene „Warte, das Essen ist gleich fertig. Noch etwa fünf Minuten“, dann war das Essen fertig, ich rufe Simon zum Tisch und soll ihm dann sagen, er soll wieder warten, weil sein Papa noch zehn Minuten aufm Klo braucht? Nein. Wir haben angefangen. Allesamt. Der Große, das Baby und auch ich. Fand mein Mann nicht unhöflich und ich hätte es auch nicht schlimm gefunden.

Gemeinsames Essen ist mir sehr wichtig. Mir ist es wichtig, dass wir uns unterhalten. Austauschen. Es gibt keinen Fernseher, keine Zeitung, kein Radio und kein Handy am Tisch. Es wird auch nicht zwischendurch gegessen. Nein, zum Futtern sitzen wir gemeinsam am Tisch (oder auch mal auf der Couch, wenn wir zum Beispiel ein Eis essen) und bleiben dann auch sitzen. Klar, wenn jemand zur Toilette muss oder sich etwas zu trinken holen möchte, kann man selbstverständlich aufstehen.

Doch sobald Simon fertig ist, darf er aufstehen. Meistens holt er sich dann etwas zu spielen oder bleibt einfach so in der Küche. Warum soll ich ihn an seinem Stuhl festbinden? Was habe ich davon ein knatschiges Kind am Tisch sitzen zu haben, welches mir dann nur den Appetit verderben würde? Und was zum Teufel ist so schlimm daran, wenn er aufsteht? WAS? Ich möchte es wirklich gerne verstehen und möchte wissen, was daran so schrecklich ist, dass gleich gesagt wird, er habe keine Tischmanieren.

ICH MUSSTE ALS KIND NIE SITZEN BLEIBEN

Tjoa, jetzt kommt wieder dieses „mir hat es auch nicht geschadet“, aber so ist es nun mal. Wenn mir meine Mutter früher den Teller hingestellt hat, durfte ich essen. Da stand es nie zur Debatte, dass man wartet. Im Gegenteil, es kam immer ein „Fang an, das Essen wird doch sonst kalt“. Keine halbe Minute später saß auch meine Mutter mit ihrem Teller am Tisch und wir haben gemeinsam gegessen.

Ich durfte auch immer aufstehen, sobald ich fertig war. Mein Vater ist zum Beispiel ein seeeehr laaangsaaaamer Esser. Ist ja auch in Ordnung, schließlich soll man sich Zeit lassen. Aber warum soll ich dann als Kind noch sitzen bleiben? Irgendwann kam die Zeit, da habe ich das automatisch gemacht, weil man sich über dieses und jenes unterhalten hat. Aber als Kind kümmerten mich die Gespräche der Erwachsenen herzlich wenig. Habe ich deshalb keine Tischmanieren? Hmm, ich denke ich verhalte mich ganz ordentlich am Tisch (vom bekleckern mal abgesehen).

BEI EUCH GEHT’S JA ZU!

Man könnte nun meinen, dass es bei uns zu geht wie im Schweinestall. Dass keiner ruhig sitzen bleibt und wir um die Wette Rülpsen. So wird es zumindest oft dargestellt, nur weil ein Dreijähriger keine Lust hat, sich am Tisch zu langweilen.

Ich sag euch mal, wie das hier größtenteils abläuft. Nein, nicht immer, aber tatsächlich sehr häufig.

Simon hilft fast immer beim Zubereiten. Er gibt Nudeln in den Topf und befüllt ihn mit Wasser. Er schneidet mit mir Gemüse. Er gibt Öl in die Pfanne. Er rührt in der Soße.

Er deckt den Tisch für jeden von uns. Er macht dem Papa morgens einen Kaffee und das zu 90% eigenständig. Er gibt Toast in den Toaster und macht sich seinen Kakao.

Solange er isst, bleibt er ruhig sitzen und hampelt nicht rum. Er reicht mir das Öl für Alwins Essen und pustet seinem kleinen Bruder das Essen kühl, damit er sich nicht weh tut.

Bevor er selber anfängt, wünscht er jedem Einzelnen einen guten Appetit und wenn er fertig ist, räumt er sein Geschirr in die Spüle. Manchmal füttert er danach sogar noch das Baby.

Und unfassbar, aber wahr, er spült gerne. Klar, dabei matscht er ziemlich rum und wirklich sauber wird das Geschirr nicht, aber hey, der Wille zählt!

SO! Zu keiner dieser Sachen haben wir ihn je gedrängt. Außer, dass wir nicht möchten, dass beim Essen rumgelaufen wird, gab es nie eine Diskussion. Er macht all die aufgezählten Sachen aus eigenem Antrieb und ich finde das sehr beachtlich.

Ich glaube nicht, dass er im Kindergarten Probleme haben wird sich an Tischmanieren zu halten. Ich denke auch nicht, dass die Erzieher Probleme mit ihm haben werden. Ja, vielleicht wird er lernen müssen, zu warten bis alle anderen Kinder auch am Tisch sind, aber ich bin davon überzeugt, dass er das schnell raus haben wird.

Das Einzige worauf wir wirklich viel wert legen, ist, dass beim Essen sitzen geblieben wird. Sobald man aufsteht, ist man fertig. Wobei man natürlich Nachschlag oder was zu trinken holen kann. Selbstredend darf auch auf Toilette gegangen werden. Es wird aber nicht rumgelaufen, ein Happen gegessen und dann wieder rumgelaufen.

EINE BLOGPARADE ALS AUSTAUCH

Wer gerne bei der Blogparade mitmachen möchte, der kann sich natürlich gerne melden. Solltet ihr etwas zu dem Thema beitragen wollen, habt aber keinen eigenen Blog, dann schreibt einen Gastbeitrag bei mir. Schickt mir dazu euren Text an chrissy.geissler@gmx.de

Habt ihr bereits etwas zu dem Thema geschrieben? Prima! Auch das wird hier herzlich gerne gesehen.

Ich freue mich auch über ganz normale Kommentare. Es muss ja nicht gleich ein ganzer Blogeintrag sein.

Falls ihr Anregungen braucht, habe ich ein paar Fragen zusammengestellt:

– Habt ihr Regeln beim Essen?

– Auf was legt ihr wert?

– In welchem Alter habt ihr angefangen mit Tischmanieren?

– Laufen eure Kinder mit dem Essen durch die Wohnung?

– Wie (un)wichtig ist euch gemeinsames Essen?

– Helfen eure Kinder beim Essen oder tischdecken? Fordert ihr sie auf, oder passiert das freiwillig?

– Bleiben eure Kinder sitzen, bis alle anderen fertig sind?

Verlinkt euch und eure Texte unten in den Kommentaren. Sollten genug Beiträge zusammenkommen, gibt es eine Zusammenfassung. Ihr habt bis zum 31.07.2017 Zeit die Beiträge einzureichen.

(ANMERKUNG: Unter Firefox kann es zu Problemen mit Kommentaren kommen. Wir (also der Mann) arbeitet bereits an dem Problem. Dennoch möchte ich euch ans Herz legen, für einen Kommentar, einen anderen Browser zu nutzen.)

Sonnige Grüße.

BISHER GESAMMELTE BEITRÄGE:

– Dreaming today: Mahlzeit! – Warum mein Kind nicht aufessen muss.

– Bloggermum of three boys: Die Sache mit dem gemeinsamen Essen.

– Linichri: Tischmanieren ja oder nein?

– Mamaskind: Tischmanieren für Kinder – Regeln beim Essen.

– Die Rabenmutti: Müssen Kinder Tischmanieren lernen?

– Frieda Friedlich: Wir essen bedürfnisorientiert.

– Milchtropfen: Tischmanieren der Kinder

– Kellerbande: Tischmanieren oder 10 kleine Regeln für ein harmonisches Essen

– Motzmama: Hurtig Kinder, kommt zu Tisch!

– Meine Eltern-Zeit: Survival-Guide für entspanntes Essen mit Kleinkind.

– Mami rocks: Tischmanieren spielerisch lernen: Alles halb so wild!

– Hauptstadtpflanze: Tischmanieren für Kinder: zwischen Wunsch und Wirklichkeit

– Erdbeerpause: Tischmanieren? Natürlich! Aber mit gaaanz viel Ausnahmen!

– Schnuppismama: Wenn die Schnuppisfamilie zusammen isst

– Pusteblumen für Mama: Tischmanieren bei Kindern – Geht das überhaupt?

– Gemischtwaren: Tischmanieren

– Noch so ne Mutti: Tischmanieren sind wichtig

– MintyAnchor: Kinder und Tischmanieren – Weniger ist mehr

– Geborgen und geliebt: Warum wir auf Tischmanieren verzichten

– Urnaturaen: Nudeln auf dem Sofa. – Von Tischmanieren und Essgewohnheiten

32 Gedanken zu „Blogparade: Tischmanieren der Kinder

  1. Pingback: Mahlzeit! - Warum mein Kind nicht aufessen muss -

  2. Ich finde es ein sehr wichtiges Thema, bzw. auf eine Weise auch nicht, denn ich finde Tischmanieren nicht so wichtig… Ich habe dazu vor einiger Zeit etwas geschrieben und wie ich bei Twitter schin schriebm, ich nehme gerne mit meinem Beitrag an deiner Blogparade teil. 🙂 Hier ist mein Beitrag: http://www.dreamingtoday.com/nicht-aufessen/

    Ich bin auf die weiteren Beiträge gespannt.

    • Cool! Danke für deinen Beitrag. Finde es total spannend wie unterschiedlich alle damit umgehen.
      Wir scheinen ähnliche Ansichten zu haben. 🙂

  3. Also, unsere Großen bleiben sitzen, solange alle noch bei der ersten Portion sind bzw. die Geschwister noch essen. Bei sowas wie Brunch gilt das natürlich nicht. Der Kleinste (20 Monate) darf natürlich aufstehen. Es gibt kein Spielzeug am Tisch (ausser, ich mache grad Fotos auch kein iPhone) und es wird nicht laut gesungen, rumgekreischt etc., man unterhält sich, lacht. Ich möchte auch keine Füße auf dem Tisch sehen. Ab Vorschulalter haben wir beim Großen angefangen, dass er auch ordentlicher isst, also immer mit Besteck, keine Ellbogen auf dem Tisch hat und halbwegs ordentlich sitzt. Auch wollen wir nicht in Münder voller Essen gucken. Vieles läuft eben so nebenher, wie dass man ihnen sagt, dass ein Joghurtschälchen doch bitte direkt vor ihnen steht, weil es das Risiko deutlich verringert, dass dann alles voller Joghurt ist. Bei uns darf auch woanders gegessen werden, also zum Beispiel auch mal mit Tablett im Zimmer oder zusammen auf der Couch. Dazu habe ich mir auch mal Gedanken gemacht http://bloggermumofthreeboys.blogspot.de/2017/03/die-sache-mit-dem-gemeinsamen-essen.html?m=1
    Ich denke, es gibt immer einen Mittelweg. Aber etwas Manieren ab Schulalter spätestens finde ich wichtig. Ich erinnere mich mit Grauen, dass wir Essen waren und am Nachbartisch ein grob 10-Jähriger mit dem Ellbogen auf den Tisch aufgestütz hing und das Essen wirklich in den Mund schaufelte und keiner was sagte, das muss wirklich nicht sein.

  4. Also, unsere Großen bleiben sitzen, solange alle noch bei der ersten Portion sind bzw. die Geschwister noch essen. Bei sowas wie Brunch gilt das natürlich nicht. Der Kleinste (20 Monate) darf natürlich aufstehen. Es gibt kein Spielzeug am Tisch (ausser, ich mache grad Fotos auch kein iPhone) und es wird nicht laut gesungen, rumgekreischt etc., man unterhält sich, lacht. Ich möchte auch keine Füße auf dem Tisch sehen. Ab Vorschulalter haben wir beim Großen angefangen, dass er auch ordentlicher isst, also immer mit Besteck, keine Ellbogen auf dem Tisch hat und halbwegs ordentlich sitzt. Auch wollen wir nicht in Münder voller Essen gucken. Vieles läuft eben so nebenher, wie dass man ihnen sagt, dass ein Joghurtschälchen doch bitte direkt vor ihnen steht, weil es das Risiko deutlich verringert, dass dann alles voller Joghurt ist. Bei uns darf auch woanders gegessen werden, also zum Beispiel auch mal mit Tablett im Zimmer oder zusammen auf der Couch. Dazu habe ich mir auch mal Gedanken gemacht http://bloggermumofthreeboys.blogspot.de/2017/03/die-sache-mit-dem-gemeinsamen-essen.html?m=1
    Ich denke, es gibt immer einen Mittelweg. Aber etwas Manieren ab Schulalter spätestens finde ich wichtig. Ich erinnere mich mit Grauen, dass wir Essen waren und am Nachbartisch ein grob 10-Jähriger mit dem Ellbogen auf den Tisch aufgestütz hing und das Essen wirklich in den Mund schaufelte und keiner was sagte, das muss wirklich nicht sein.

    • Ich denke auch, dass vieles vom Alter abhängig ist. Ein fast Dreijähriger kann durchaus verstehen, dass Füße nichts auf dem Tisch zu suchen haben. Wohingegen ich ein „bleib am besten ruhig sitzen und mucks dich nicht“, absolut nicht nachvollziehen kann. In keinem Alter. Eine normale Unterhaltung, bekommt jeder zustande.

      Bei dem von dir geschilderten 10 Jährigen, frag ich mich immer was das Kind dazu bewegt, so zu essen. Vielleicht hatte es einen schlechten Tag? Hatte keine Lust auf das Restaurant? Vorher einen Streit mit den Eltern? Mag ja sein, dass er sonst ordentlich isst.

      Danke übrigens für deinen verlinkten Beitrag und dem Kommentar!

  5. Hallo, ich habe zwei Töchter im Alter von 14 und 20 Jahren und bei uns sind Tischmanieren anderer ganz oft ein Thema. …. Essen hat für mich etwas mit Genuss, Ästhetik und etwas Schönem zu tun, von daher war und ist mir seit je her wichtig, dass meine Kinder nicht am Tisch rum hängen, mit offenem Mund essen, wissen, wie man mit Messer und Gabel ist und Essen nicht wieder auf den Teller spuckt, wenn man es nicht mag. …. und trotzdem sollte Spaß dabei sein und Freude am Beisammensein mit der Familie. …. jetzt, nach so vielen Jahren kann ich sagen, dass es mir/ uns gelungen ist und wir die gemeinsamen Mahlzeiten genießen. …. wir haben es immer so gemacht, dass die Kinder, als sie noch klein waren, so lange am Tisch blieben, bis auch die anderen Kinder satt und fertig waren. …. ich finde Quatsch, dass sie auch auf die Erwachsenen warten sollen, denn dann wird es doch einfach nur noch langweilig. … heute ist es so, dass unsere Töchter sich über Menschen ärgern, die Essen in sich hineinschaufeln und ganz oft sagen, dass sie froh sind, dass wir immer darauf geachtet haben, dass wir alle gemeinsam aufrecht und trotzdem nicht verkrampft beisammen sitzen. …. es ist Mittlerweile ungeschriebenes Gesetz, dass wir niemanden aus der Familie alleine essen lassen, wenn diese später heim kommt. Eine von uns setzt sich dazu und es ist schön, dabei etwas zu quatschen und sich gegenseitig Gesellschaft zu leisten. …. das ganze war ein Prozess, der sich dem Alter der Mädels angepasst hat. …. ich hätte nie gedacht, dass sich so Viele Gedanken darüber machen und freue mich, dass es oft sehr ähnlich gesehen wird! …. die Balance zu finden ist nie leicht und man sollte sich wohl dabei fühlen! …

    • Dankeschön für deinen Kommentar! Ich finde es gerade dann spannend, wenn die Kinder schon älter sind und sich auch ihre Gedanken dazu machen. Außerdem erkennt man ja erst nach einer gewissen Zeit, ob es „fruchtet“ (mir fällt gerade kein besseres Wort ein).

      Arbeitsbedingt passt es manchmal nicht, dass mein Mann beim Abendessen dabei ist. Wenn er dann etwas später kommt und wir sind noch wach, setzen wir uns auch immer zu ihm in die Küche. Beziehungsweise spielt der Große dann halt nebenbei. Ich finde es nämlich auch schön, wenn man beim Essen mit der Familie zusammen is(s)t und später dann auch mal schöne Unterhaltungen führen kann. Wobei wir jetzt schon immer den Großen von seinem Tag berichten lassen. Richtig toll!

  6. Das ist immer geschenkte gemeinsame Zeit, finde ich! Und ich bin noch froher darüber, seit die Kinder älter sind. …. ich finde übrigens, dass es sich bei euch sehr harmonisch und entspannt anhört.

    • Es geht auch tatsächlich ziemlich entspannt zu. Auch im Restaurant oder bei Bekannten. Die meisten fühlen sich nämlich nicht auf den Schlips getreten, wenn der Dreijährige aufsteht.
      Aber es gibt ja immer die Ausnahmen. 🙂

  7. Pingback: Tischmanieren für Kinder - Regeln beim Essen - Mamaskind

    • Jaaaa, habe dich gleich schon verlinkt! Danke für deine Sicht der Dinge. Finde es echt krass, wie unterschiedlich es zu geht.

      Spannend!

  8. Liebe Shy,

    es ist eines meiner absoluten Herzensthemen und deshalb habe ich liebend gerne bei deiner tollen Blogparade mitgemacht. Danke dafür!

    Ich erzähle, warum unsere Familienzeit nicht unbedingt am Essenstisch stattfindet, uns ein gemeinsames Essen am schön gedeckten Esstisch nur dann wichtig ist, wenn wirklich alle Familienmitglieder Ruhe, Lust und vor allem auch Appetit haben und unser Mini-Menschen-Mädchen nämlich trotzdem weiß, wie man einen Tisch deckt, Essen zubereitet und wie schön es sein kann, wenn alle nett beisammen sind und zusammen essen. ❤️ Essen geht nämlich auch intuitiv und bedürfnisorientiert – für alle Familienmitglieder!

    Liebe Grüße aus Köln von Julia & Frieda
    http://frieda-friedlich.de/2017/07/02/wir-essen-beduerfnisorientiert/

  9. Pingback: Tischmanieren bei Kindern - wichtig oder unnötig? | motzmama

  10. Liebe Chrissy,
    vielen Dank für die schöne Blogparade – echt ein spannendes Thema! Bei uns mit Baby und Kleinkind gibt es noch nicht ganz soo viele Regeln und Tischmanieren – dafür ist es bei uns die größte Herausforderung, dass Mama und Papa auch mal zum (halbwegs) entspannten Essen kommen . Dafür habe ich in meinem Beitrag einen kleinen Survival Guide für das (entspannte?!) Essen mit Kleinkind zusammen gestellt:
    https://meine-eltern-zeit.blogspot.de/2017/07/entspannt-essen-mit-kleinkind.html#more
    Liebe Grüße
    Anne

  11. Pingback: Tischmanieren spielerisch lernen: Alles halb so wild! • Mami rocks

  12. Pingback: Tischmanieren für Kinder: zwischen Wunsch und Wirklichkeit - Hauptstadtpflanze

    • Hihi, ja ich habe es gleich von Twitter übernommen. Man nutzt ja jede Sekunde, in der sich die Kinder alleine beschäftigen. 😉

      Danke für deinen Beitrag, hat mich wirklich sehr gefreut. Ich finde es auch inspirierend, wie das bei anderen Zuhause abläuft.

  13. Pingback: Warum wir auf Tischmanieren verzichten - geborgen und geliebt

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