Zusammenfassung der Blogparade – Tischmanieren der Kinder

Es ist der absolute Wahnsinn, wie viele Beiträge und Kommentare ich zu meiner Blogparade bekommen habe. Die Meinungen zum Thema „Tischmanieren der Kinder“, könnten unterschiedlicher nicht sein.

Doch eine Sache sticht bei allen hervor; Essen soll Spaß machen und niemals Zwang sein!

Zusammenfassung meiner Blogparade – Tischmanieren der Kinder.

TISCHMANIEREN DER KINDER – VIELE MEINUNGEN

– Bei Dreaming today muss nicht aufgegessen werden:

„Um den Bogen zur Überschrift zu spannen, mein Kind muss nicht aufessen, weil ich es auch nicht (immer) tue. Ich kann doch von meinem Kind kein Verhalten erwarten, das ich selber nicht konsequent befolge. Es lohnt sich zu überlegen, warum man sich ein Verhalten wünscht oder es verlangt.“

– Bei Linichri spielt es keine Rolle WO gegessen wird:

„Sind wir zuhause, dann gibt es es eigentlich nur eine Regel: beim Essen wird gesessen. WO spielt keine Rolle. Wirklich! Es ist egal ob am Tisch, auf der Couch, auf dem Boden (nur unter dem Tisch, auf Toilette oder im Bett nicht, lach). Uns ist das Essen an sich wichtig, aber nicht wo es eingenommen wird.“

Mamaskind achtet auf Regeln, oder viel mehr Richtlinien beim Essen:

„Wenn wir essen bleiben wir sitzen. Es ist für mich sehr nervig, wenn Kinder essen, spielen gehen und dann weiter essen. Daher müssen die Kinder erst zu Ende essen und erst dann aufstehen.“

– Unterschiedliche Ansichten gibt es bei Rabenmutti. Dem Partner sind gemeinsame Mahlzeiten wichtig:

„Am Wochenende ist allerdings alles anders: Mein Mann findet meine Mischzeiten glaube ich nicht so knorke. Ich kann seinen Wunsch nach gemeinsamen Mahlzeiten aber durchaus verstehen. Den verspüre ich nämlich immer dann, wenn Wochenende ist (oder wir gemeinsam Urlaub haben)! Da ist es mir dann auch wichtig, dass wir als Familie frühstücken und die anderen Mahlzeiten zusammen einnehmen.“

Frieda Friedlich lebt Bedürfnisorientiert und das auch beim Essen:

„[…] Das spätere Essen sollte doch eigentlich genauso bedürfnisorientiert gestaltet werden wie der Rest des Lebens, finde ich jedenfalls. Gemeinsam am Tisch zu sitzen und zu essen sollte für niemanden verpflichtend sein.“

– Auf Knigge wird bei Milchtropfen gerne verzichtet:

„Manchmal sitzen wir alle gemeinsam am Tisch und essen. Manchmal sitzt der Kleine aber auch gern auf der Couch und isst dort. Wenn ich möchte, leiste ich ihm dort Gesellschaft oder bleibe eben am Tisch sitzen. Oder wir sitzen mal auf dem Bodenund essen dort einen Happen. Ist auch mal ganz nett. Schonmal ausprobiert?“

Kellerbande hat zehn kleine Regeln für ein harmonisches Essen:

„Jeder holt sich selbst einen bunten Becher oder seine Frühstückstasse und hilft beim Tischdecken. Das machen sie echt gern und sie freuen sich, wenn sie im Kühschrank das nächsthöhere Regal erreichen. Ja sie wachsen ja so schnell…“

– Bei Motzmama gibt es nur zwei kleine Regeln. So entspannt kann Essen sein:

„Noch kurz zum Besteck: Ob sie mit Gabel und Messer oder nur mit Löffel essen, ist mir egal. Auf die Ellenbogen achten wir nicht, sie sind mir aber noch nicht aufgefallen. Wahrscheinlich sind sie also selten bis nie auf dem Tisch. Was ich aber gar nicht mag: Wenn die Kinder mit ihren Fingern in meinem Essen rumfummeln. Sie dürfen immer probieren und etwas abhaben. Aber bitte mit Besteck.“

– Einen kleinen aber feinen Survival-Guide gibt es bei meine Elternzeit:

„Überhaupt versuchen wir, ihr die wichtigsten Tischmanieren darüber beizubringen, dass sie sie bei uns sieht, und oder über Spiele / Reime (s.u.), anstatt sie explizit in Form von Regeln von ihr zu verlangen“

– Dass man Tischmanieren auch spielerisch lernen kann, zeigt Mama rocks:

„Wir haben in der Kleinkind- und Kindergartenzeit des Öfteren schöne, bunte Bilder mit unseren Regeln gemalt. Die Kinder durften malen, was ihnen einfiel. Dann haben wir zusammen weitere Regeln gesucht. Dazu gehörten etwa auf dem Stuhl sitzen statt auf dem Tisch. Das Essen der anderen Teilnehmer in Ruhe lassen sowie Hände waschen vor dem Essen.“

– Sehr humorvoll schreibt Hauptstadtpflanze über die Manieren der Kinder:

„Meine Vorstellung: Wir sitzen gemeinsam am Esstisch und haben Familienzeit.
Kindervorstellung: Wenn ich schon 10 Minuten früher am Tisch sitze, steigen eventuell meine Chancen auf den ersten Pfannkuchen und ich kann früher wieder aufstehen.“

– Auch bei Erdbeerpause gibt es Regel. Aber auch viiiele Ausnahmen:

„Manchmal verirrt sich das eine oder andere Spielzeug doch an den Tisch und manchmal entdecke ich ein Kind mit der Breze in der Hand beim Spielen. Und naja…okay ich gebe es zu, manchmal bauen wir aus Nudeln Schmetterlinge und beißen Gesichter in den Pfannkuchen und es kommt auch vor, dass aufgestanden wird obwohl der Hunger noch nicht ganz gestillt ist, dann darf natürlich nochmal genascht werden.“

– Wenn die Familie zusammen isst, dann wird sich ausgetauscht. So ist es bei Schnuppismama:

„Wir haben in diesem Haus Regeln. Keine unnützen, keine unlogischen, keine unerklärlichen. Und solche Regeln gibt es bei uns halt auch beim Essen, am Tisch. Wir nutzen sie für unser Miteinander, für unsere gemeinsame Zeit!“

– Schon 2015 machte sich Pusteblumen für Mama Gedanken zu dem Thema Tischmanieren und Kinder. Geht das überhaupt?:

„Im Moment zweifle ich stark daran. Meine beiden Jungs sind jetzt Zwei und Drei. Mit den Fingern essen dürfen sie nicht, es sei denn es gibt Pommes oder Pizza. Ich verbiete ihnen, am Tisch herumzuhampeln, laut zu schmatzen oder Faxen zu machen und möchte, dass sie erst sprechen, wenn der Mund leer ist.“

Gemischtwaren spinnt die Idee der Manieren noch weiter. Kinder sollen schließlich wissen, wo das Essen herkommt. Ein wichtiger Punkt:

„Sie soll durchaus lernen, dass das Essen nicht von Zauberhand auf dem Tisch landet, sondern dass das zubereitet werden muss. Da der Gatte und ich beide gerne kochen, wünsche ich mir natürlich auch für den Keks, dass sie Gefallen am Kochen findet.“

– Bei Noch so eine Mutti gibt es klare Regeln und dennoch läuft es harmonisch:

„Hinterm Esstisch geht es jedoch etwas strenger zu. Schmatzen und Quatsch machen ist nicht erlaubt. Unter Quatsch machen verstehe ich Grimassen zu ziehen, sein gekautes Essen zu zeigen oder sogar mit dem Essen auf irgendeine Art und Weise zu spielen“

– Weniger ist mehr. Das findet MintyAnchor. Doch auch hier gibt es kleine Regeln:

„Bei uns gilt die Regel: Es wird ein ordentlicher Bissen probiert, gekaut und geschluckt. Wem es dann immer noch nicht schmeckt, der darf sich was aus der Küche holen. Die Betonung liegt auf holen. Ich koche definitiv nicht zweimal, aber die Kinder sind alt genug um sich selbst ein Müsli zu machen, Knäckebrot, Obst oder ein Joghurt zu holen.“

– Bei Geborgen und Geliebt lebt man unerzogen. Das natürlich auch in Bezug auf Essen. Viele, sehr interessante Ansätze:

„Aber unsere Kinder dürfen es entscheiden ob sie zum Frühstück Kekse, Müsli, Brot, Nudeln oder sonst was essen möchten. Auch vor dem ‚eigentlichen‘ Mittagessen dürfen meine Kinder Eis oder sonstiges essen. Alles was wir an Lebensmitteln zuhause haben, haben wir aus einem Grund: um gegessen zu werden. Um uns satt zu machen. Um uns letzen Endes am Leben zu halten. Und weil es uns schmeckt.“

– Und auch bei Urnaturaen wird gegessen, wenn der Magen knurrt. Auch der Platz spielt keinerlei Rolle:

„Die Großeltern würde es schütteln, wenn sie unsere Essgewohnheiten kennen würden. Bei uns wird gegessen, wenn der Hunger da ist, nicht weil die Uhr 08.00, 12.00 oder 18.00 Uhr schlägt. Es wird gegessen, so groß oder klein wie der Hunger sein mag. Es wird gegessen, was vorher demokratisch abgestimmt wurde. Es wird vor allem da gegessen, wo es einem gerade beliebt. Mal am Tisch zusammen, mal auf dem Boden. Der Boden ist eben einfach praktisch. Manche Kulturen haben sogar gar keine Tische. Wahnsinn oder?“

MEIN FAZIT

Ich habe durch diese Blogparade wahnsinnig viel gelernt. Zum einen, dass es sehr harmonisch sein kann, wenn man alles locker sieht. Zum anderen aber auch, dass gewisse Regeln nicht bedeuten, dass es sofort in Stress ausartet.
Wichtig ist für mich, den Hunger und Durst meiner Kinder immer ernst zu nehmen. Denn nur so lernen sie einen guten Umgang mit Essen. Außerdem sollte man ihnen zeigen wo die Nahrung herkommt und dass kochen dazu gehört.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Teilnehmern und den zahlreichen Kommentaren, die mich erreicht haben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit euch über dieses Thema zu sprechen.
Für uns habe ich viele neue Ansätze gefunden.

Sonnige Grüße.

2 Gedanken zu „Zusammenfassung der Blogparade – Tischmanieren der Kinder

  1. Das war wirklich eine tolle Blogparade und die Zusammenfassung (Danke dafür) zeigt noch einmal deutlich, wie unterschiedlich es gehandhabt wird. Immer so wie es zur Familie passt. Liebe Grüße, Nicole.

    • Genau und trotzdem kommen alle miteinander aus. Zum Beispiel im Restaurant oder Kindergarten. Find ich klasse. 🙂

      Danke nochmals für deine Teilnahme.

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