Auf nach Sevilla

Die 200 km lange Autofahrt nach Sevilla war nicht gerade sehr spannend. Simon schlief schnell ein und wachte erst ein paar Kilometer vor unserer Ankunft wieder auf. Die meiste Zeit war ich damit beschäftigt einen angenehmen Radiosender zu finden, was gar nicht so einfach gewesen ist.

Viel zu sehen gab es auch nicht. Es war zwar einiges an Natur drumherum aber diese bot nicht gerade Abwechslung. Einzig die Berge haben mich beeindruckt. Damit habe ich so nicht gerechnet.
Mit wenigen Ausnahmen gilt ein Tempolimit von 100 auf spanischen Autobahnen, was perfekt ist. Ich liebe Tempolimits und hoffe, dass es diese auch bald in Deutschland gibt.
Dann und wann sah man Schafs-, Pferde- oder Eselherden, aber die meiste Zeit habe ich meinen vorigen Blogeintrag verfasst.

Am Hotel angekommen, war ich zunächst etwas erstaunt über die Umgebung. Unsere Unterkunft war außerhalb der Stadt, aber dass es dort SO leer aussieht hätte ich nicht vermutet. Bis auf zwei Betonklötze von Wohnungen und eben das Hotel, mutete es fast schon ausgestorben an. Unser Blick aus dem Fenster führte auch nicht in Richtung Stadt, sondern leider auf jene Einöde.
Allerdings muss man auch dazu sagen, dass wir uns eh nicht viel auf dem Zimmer aufhielten. Deshalb war das halb so wild.

Die Männer genießen die "schöne Aussicht".

Die Männer genießen die „schöne Aussicht“.

Das Hotel selber war absolut in Ordnung. Nettes Personal, sauberes Zimmer. Vor allem das Frühstück bietete viel Abwechselung und es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Einziges Manko für mich; Die Zimmer waren ausschließlich über den Aufzug zu erreichen. Für mich ganz furchtbar, weil ich Aufzüge hasse. Das Treppenhaus ist tatsächlich nur für den Notfall und schlägt sofort Alarm wenn man durch die Tür geht.

Der weitere Verlauf des ersten Tages war nicht weiter aufregend. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, sind wir nochmal los um einkaufen zu gehen. Leider gab es nur einen Aldi in der Nähe  (normalerweise bevorzugen wir die einheimischen Läden), aber für das Erste sollte es reichen.
Wir kauften etwas Obst, Knabbereien und Wasser.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu „Telepizza“. Eine Fast Food Kette, die, oh Wunder, Pizza anbietet. Wir hatten Glück dass die freundliche Bedienung etwas englisch sprach und wir so unsere Pizza ordern konnten.
Mit unserem Abendessen und Alditüte machten wir uns dann auf den Weg zurück aufs Zimmer. Stephan besorgte noch fix Windeln, eine Cola und ein Bier. Ja, wir kamen uns schon ein bisschen bescheuert und sehr deutsch vor, mit unserem Bier, Plastiktüten von Aldi und unserer Pizza. Dafür schmeckte aber alles (bis auf das Bier, welches ich nur gekostet habe) köstlich. Auch Simon erfreute sich an der Pizza. Klar, die gibt’s schließlich nicht alle Tage.

Tomate, Pilze, Käse. *nomnom*

Tomate, Pilze, Käse. *nomnom*

Mittlerweile war es schon recht spät geworden und da wir am nächsten Tag in die Stadt wollten, gingen wir schon vor 22 Uhr ins Bett.
Natürlich nicht, ohne vorher die Bude umzubauen. Das Bett war zu klein für uns drei und auf der Besuchercouch wollte ich den Kleinen nicht alleine schlafen lassen. Deshalb nahm Stephan kurzerhand die Matratze der Couch, stellte einen Beistelltisch zwischen dem großen Bett und Schrank auf und stopfte die Matratze dazwischen. Tada! Ein Familienbett war geboren und wir wir alle schliefen tief und fest.

Links wurde noch eine weitere Matratze reingestopft. Perfekt!

Links wurde noch eine weitere Matratze reingestopft. Perfekt!

Sonnige Grüße.

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