Sevilla – Eine zweite Chance

Nach meinem ersten Eindruck von Sevilla, musste ich nicht unbedingt wieder in die Stadt. Mein Mann ließ es sich aber nicht nehmen, weiter von ihr zu schwärmen und mir zu sagen, dass es auch schöne Ecken gibt und wir uns einfach nur die Zeit nehmen müssten.
Also ging es wieder in die Innenstadt.

Wir parkten das Auto irgendwo am ehemaligen Expo-Gelände und schlenderten am Fluss entlang. Zugegeben, das hatte etwas von London und gefiel mir.
Wir gingen über eine der zahlreichen Brücken und schauten uns das Kayaktrainig der deutschen auf dem Wasser an.

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Rio Guadalquivir.

In der Innenstadt angekommen, zeigte sich an diesem Tag ein etwas anderes Bild. Die Läden in den kleinen Gassen hatten meistens geöffnet und man sah kaum noch die beschmierten Rollläden. Sogar die ein oder andere Perle sahen wir und gingen hinein.
Kleine Läden, die für Rock und Metalfans den Himmel auf Erden versprechen. Ich war gewillt Simon einen Body von Iron Maiden, Black Sabbath oder ähnlichen zu holen, aber leider gab es nicht seine Größe.
Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich für mich nicht zugeschlagen habe.
Aber ich denke mal, wir waren nicht das letzte Mal in Sevilla.
Wir fanden einen kleinen Spielplatz (von denen es übrigens jede Menge in der Stadt verteilt gibt) und machten eine Rast. Mit unseren Sandwiches und Knoppers waren wir für einige Stunden gut versorgt. Allerdings lockte das Essen auch andere „Gäste“ an. Nicht nur hartnäckige Tauben, sondern auch ein wunderschöner Hund gesellte sich zu uns. Ich hätte ihn am liebsten sofort eingepackt und mitgenommen, aber „leider“ trug er ein Halsband.

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Schnuffel-Hundi!

Nach unserer Schlendereinheit machten wir uns auf in die Kathedrale (Santa María de la Sede). Ich habe nicht viel für Kirchen, Kathedralen oder sonstiges übrig. Ich weiß, dass jene gerne bestaunt werden, aber bisher fand ich keine besonders spannend.
Stephan wollte aber unbedingt hinein und so ließ ich mich darauf ein. Für neun Euro pro Person durften wir das Bauwerk, welches früher eine Moschee war, bestaunen.
Zunächst konnte ich nichts außergewöhnliches feststellen. Ja, die Kathedrale ist verdammt riesig und sicherlich auch beeindruckend, aber was macht sie jetzt besonders?
(Die Bilder sind leider nicht sonderlich gut geworden, da es verboten war mit Blitz zu fotografieren.)

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In der Kathedrale.

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Ein Altar der Kathedrale.

Dann kam der Hochaltar. Alter Verwalter! Ja, DAS war wirklich beeindruckend. Wahrscheinlich könnte man mit dem Gold den Welthunger stoppen, aber hey dann wäre die Kathedrale wohl auch nicht anders als andere.

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Der Hochaltar.

Nebst dem Altar befindet sich ein Sarkophag mit den angeblichen Gebeinen von Christoph Kolumbus. Ein merkwürdiges Gefühl daneben zu stehen.

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Sarg von Christoph Kolumbus.

Dann gibt es da noch den 70 Meter hohen Turm. Jener ist nur über eine Rampe zu erreichen, da es früher mit Pferden nach oben ging. Der Weg ist breit genug, damit man sich mit den nach unten laufenden Leuten nicht ins Gehege kommt.
Oben angekommen erwarten einen die zahlreichen Glocken, von denen man hofft, sie mögen bitte nicht läuten. Außerdem hat man eine wunderbare Aussicht über die ganze Stadt.
Von dort oben konnten wir sogar unser Hotel sehen.

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Einige der zahlreichen Glocken.

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Die Aussicht in die eine Richtung.

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Die Aussicht in die andere Richtung.

Nach kurzem stöbern durch die hiesigen Souvenirläden und weiteren Schlendereinheiten, machten wir uns Gedanken über das Essen. Da mir mittlerweile klar war dass es kaum Kindersitze gab (was kein Problem mehr war), war ich auch etwas flexibler was die Lokalität anging.
Im Endeffekt landeten wir in einem Irish Pub. Juhu! Endlich jemand der englisch spricht und vegetarisch anbietet. Nach einem englischen Frühstück (ja, das wird auch Nachmittags angeboten) für Stephan und einem Burger für mich, machten wir uns wieder auf die Socken in Richtung Auto und fuhren zurück zum Hotel.
Simon aß übrigens von jedem etwas.

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Lecker! Zumindest für meinen Mann.

Sonnige Grüße.

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