Die geistige Entwicklung

Wie sehr man sich darüber freut, wenn das Baby eine neue „Entwicklungsstufe“ erreicht hat, habe ich bereits geschrieben. Dabei handelte es sich aber nur um die Dinge die man auch wirklich sieht. Das Sitzen, das Krabbeln und irgendwann das Stehen.

Die liebe Seelenqual fragte mich, wie es ist wenn Simon neue, geistige Dinge erlernt und ich hoffe, dass ich das in Worte fassen kann.

Schon oft habe ich mich gefragt, ob der Kleine es versteht, wenn wir durch den Hausflur laufen. Weiß er, dass wir die Treppen ganz noch oben müssen um in die Wohnung zu kommen? Weiß er, dass sein Kinderwagen im Keller steht? Und wie sieht es eigentlich aus, wenn wir Oma und Opa besuchen? Erinnert er sich an die Umgebung?

Wirklich eindeutig kann ich all diese Fragen nicht beantworten, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er weiß dass es nach draußen geht, wenn man die Wohnungstür öffnet und er eine Mütze auf dem Kopf hat. Dann strampelt er nämlich voller Freude und es geht lautstark von der zweiten Etage bis in den Keller. Offenbar liebt er das hallende Geräusch im Treppenhaus und quietscht deshalb die ganze Zeit herum. Sieht er dann seinen Wagen, freut er sich ebenfalls.

Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, er erkennt diverse Einkaufsläden. Die meisten Kassierer sind immer recht freundlich zu ihm und so freut er sich schon, wenn wir an die Kasse fahren.

Was mich am meisten freut (und auch wieder stolz macht), ist die Tatsache dass er merkt, wenn Papi nach Hause kommt. Wenn wir im Wohnzimmer sitzen und er hört das Geklapper des Schlüssels an der Wohnungstür, dann wedelt er fröhlich mit den Armen und schaut auch in die richtige Richtung.

Außerdem findet er Zahnbürsten zum schießen. Wenn man sich die Zähne putzt, dann lacht er sich schlapp. Der größte Spaß beginnt dann, wenn er mit putzen darf. Auch da, habe ich in letzter Zeit gemerkt, dass er offenbar versteht wohin die Bürste gehört. So habe ich ihn oft auf dem Arm und er darf die Zahnbürste zu mir in den Mund stecken und wieder herausholen. Ein Spaß für die ganze Familie! Simon hat auch seine eigene Zahnbürste, allerdings werden die Zähne nur mit etwas klarem Wasser geputzt. Daran hat er auch (noch) viel Spaß.

Vor ein paar Tagen wollte ich etwas testen und siehe da; Offenbar erkennt Simon mittlerweile den Unterschied zwischen einem (Stoff)Hund, einer (Spielzeug)Lok und einem Ball. Die drei Dinge habe ich ihm, in immer wieder anderer Reihenfolge, hingelegt und ihm dann gesagt er solle mir den Ball, den Hund, den Ball, den Ball, die Lok, den Ball, den Hund zeigen und er lag immer richtig. Wobei er gegen Ende wohl keine Lust mehr hatte und nur noch den Ball hin und her geschoben hat.

Aber all das zeigt mir, dass er auch vom Kopf her immer mehr und mehr und, vor allem, schneller lernt. Es ist auch ganz wunderbar zu beobachten, dass er neue Dinge immer ganz genau inspiziert oder beobachtet. Man kann quasi dabei zuschauen wie im Hirn alles rattert.

Für mich sind das besondere Momente, weil ich das Gefühl habe immer besser mit ihm kommunizieren zu können. Er versteht durchaus „Ja“ und „Nein“ und gibt schon klar zu erkennen ob er noch ein Stück Brot essen möchte, lieber etwas zu trinken will oder vollkommen satt ist. Das macht den Alltag ein Stück weit „lebendiger“, einfacher und eben kommunikativer.

Sonnige Grüße.

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