Eingewöhnung im Kindergarten – Die dritte Woche

Die dritte Woche Eingewöhung im Kindergarten haben wir hinter uns. Wobei wir keine ganze Woche geschafft haben. Magen-Darm Ahoi!

Mit dem Laufrad zum Kindergarten. Yeah!

MONTAG

Es begann schon beim Frühstück „Ich möchte nicht in den Kindergarten!“
Doch schließlich lässt er sich immer anziehen, kommt mit nach draußen und freut sich über den Weg zum Kindergarten. Sind wir dort, springt er im Hof Hüpfekästchen.
Wenn es allerdings rein geht, blockiert es bei ihm. Plötzlich tun ihm die Beine weh, er kann seine Jacke nicht ausziehen, die Schuhe sind auch blöd, usw.
Reden hilft. Viel reden. Ruhig bleiben.

Als ich ihn am Montag dann in die Gruppe brachte, legte er sich gleich wieder auf den Boden. Das übliche „Du sollst nicht gehen“. Selbst die zuckersüßen Muffins, die zum Geburtstag eines Kindes reingetragen wurden, stimmten ihn nicht um.
Ich ging mit ihm zum Fenster. Bot ihm an, mir wieder zu winken. Eine Erzieherin kam, setzte sich zu ihm. Ich verabschiedete mich. Und das, was er bisher noch nicht getan hatte, sprudelte nun heraus: Er weinte. Ich ging trotzdem.
Am Fenster hörte ich ihn nach mir rufen, doch ich hoffte einfach er würde sich schnell wieder beruhigen.

Die Muffins würden ihm doch bestimmt gefallen!

Es kam kein Anruf und somit holte ich ihn regulär ab. Allerdings war ich dieses mal etwas früher dort um noch mit einer Erzieherin zu sprechen. Ich hatte die Hoffnung jemanden zu erwischen und in Ruhe reden zu können. Das war auch der Fall.
Sie sagte mir, dass der Morgenkreis nun nicht mehr oben stattfindet, sondern unten. Zwar macht er immer noch nicht mit, aber er soll nicht das Gefühl haben, ausgeschlossen zu werden. Außerdem sei er von den Regeln und allgemein den ganzen Eindrücken noch sehr erschlagen. Sie arbeiten nun in kleineren Gruppen, damit er nicht überfordert ist. Am Morgen hat er sich auch recht schnell wieder beruhigt.
Er braucht Zeit und die wird ihm gegeben.

Als er dann um die Ecke flitzte, hatte ich wieder meinen fröhlichen Wirbelwind zurück. Er erzählte mir dass er ein Haus gemalt hat und dass sie draußen im Sandkasten waren. Außerdem hat er einer Erzieherin vom Freizeitpark erzählt und was er mit Papa am Wochenende so gebaut hat.
Hach!

DIENSTAG

Bis wir am Kindergarten angekommen waren, war die Laune noch ganz ok. Dann ging natürlich gar nichts mehr. Die Nase tat weh. Er war müde. Seine Beine waren schwer.
Irgendwie habe ich ihn dann doch in die Gruppe bekommen. Die Erzieherin kam gleich zu ihm. Dieses mal gab er mir einen Kuss und ich wollte gehen. Dann fing er an zu weinen.
Ich bin trotzdem gegangen. Sie ging mit ihm zum Fenster, aber er wollte nicht winken. Ich sah ihn ganz fest angeklammert auf dem Arm. Sie gab mir einen Daumen nach oben und einen „Er beruhigt sich“-Blick. Also ging ich nach Hause und harrte der Dinge die da kommen mögen.

Beim Abholen kam mir ein glückliches Kind entgegen. Er erzählte mir, dass er eine Burg gebaut hat. Eine andere Erzieherin als Montag, kam auf mich zu und sagte mir, dass er wieder nicht frühstücken wollte. Dafür kamen aber die Kinder auf die Idee, statt dem Morgenkreis, eine Eisenbahn aus Stühlen zu bauen. Da hat er dann mitgemacht.
Draußen hat er dann auch hin und wieder mal mit den Kindern aus der anderen Gruppe gesprochen.
Minischritte, aber SO wichtig!

Hüpfekästchen wird gerne Zuhause und im Kindergarten gespielt.

MITTWOCH

Simon wurde bereits um kurz vor sechs munter. Da war mir schon klar, dass es nicht einfach werden würde.
Doch er fuhr mit dem Laufrad zum Kindergarten. Das Schöne daran war, dass ein weiteres Kind aus der Siedlung ebenfalls mit dem Laufrad fuhr und die beiden Spaß hatten. Leider gehen die beiden nicht in dieselbe Gruppe, aber ihre Gruppen machen viel zusammen. Vielleicht hilft ihm das?

Als wir ankamen wollte er gleich wieder nach Hause fahren. Sein Laufrad allerdings festzubinden, war dann doch irgendwie cool. Drinnen gab es dann wieder die üblichen Probleme. Er kann nicht mehr laufen. Er kann die Jacke nicht ausziehen, usw.
Zum ersten Mal hatte ich Alwin mit beim Abgeben dabei, das machte es allerdings nicht leichter. Ich hab Simon also erst mal in der Garderobe liegen lassen. Er sagte, er brauchte eine Pause.

Irgendwann verlor ich dann aber doch die Geduld ob des ständigen Genörgel. Ich schob ihn also in die Gruppe, wo er sich gleich auf den Boden warf. Er wollte weder mit den anderen malen, noch ans Fenster oder sonst was machen. Ich sagte ihm dass ich jetzt gehen würde. Er forderte seinen Kuss und klammerte sich dann wieder fest. Eine Erzieherin nahm sich Simon an und ich verschwand mit dem Kleinen.
Am Fenster hörte ich ihn zwar weinen, hatte aber das Gefühl dass er sich schon wieder ein bisschen beruhigt hatte. Immerhin winkte er mir zu.

Ich konnte ihn wie gewohnt gegen halb 1 abholen. Allerdings war ich dieses mal auch wieder etwas früher. Um zu beobachten. 😉
Ich sah ihn im Garten. Fernab der anderen Kinder. Nur mit einem Weiteren unterhielt er sich ein bisschen. Das fand ich sehr schön. Ihm sind ein Haufen Kinder einfach zu viel, deshalb hat er die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Die Erzieherin bestätigte meine Beochbachtung. Wenn überhaupt, dann spricht er nur mit wenigen Kindern. Aber das ist okay.

Er freute sich dann mit dem Laufrad wieder nach Hause fahren zu können. Vom Kindergarten erzählte er nichts weiter.

Hin- und Rückweg sind selten ein Problem.

DONNERSTAG & FREITAG

Tja und damit endete die Eingewöhnungswoche auch schon. Ursprünglich war er nur für Donnerstag abgemeldet (U8). Aber auf dem Weg dorthin, erbrach er sich ziemlich heftig im Auto. Zuhause dann auch nochmal. Außerdem klagte er über Bauchschmerzen. So blieb er nicht nur Donnerstag, sondern auch Freitag Daheim.
Vielleicht auch wieder gut so.
Mal schauen wie es am Montag weitergeht.

FAZIT

Die dritte Woche war bisher die anstrengenste für uns alle. Der Schlafmangel sorgte bei mir für Knatscherei. Die Diskussionen am Morgen und vor allem beim Ankommen im Kindergarten nervten mich jeden Tag mehr. Doch auf der anderen Seite war es immer sehr schön, ein glückliches Kind abzuholen und das Gespräch mit den Erziehern zu suchen.

Jetzt hoffe ich darauf, dass uns die Magen-Darm Geschichte nicht zurückwirft, sondern eher als zusätzlicher Ruhepol dient.

Sonnige Grüße.

Hier geht es zur ersten Woche.

Hier geht es zur zweiten Woche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.