Fünfundzwanzig Monate (Simon)

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es immer etwas seltsam finde wenn man Kinder nach einer gewissen Zeit immer noch in Monate „einteilt“. Für gewöhnlich sage ich auch nicht dass der Sohn fünfundzwanzig Monate alt ist, sondern eben zwei Jahre. Für den Blog ist es aber so angenehmer und übersichtlicher, denke ich.

Simon auf dem Spielplatz.

Simon auf dem Spielplatz.


SPRACHE 

Simon ist nach wie vor ein richtiges Plappermaul und das liebe ich. Am schönsten finde ich es, wenn er für sich alleine spielt und dabei alles kommentiert. Manchmal brabbelt er noch vor sich hin, aber meistens kommen erstaunliche Sätze dabei zustande. Auch wenn er so tut als würde er telefonieren, könnte man meinen er unterhält sich richtig mit einer anderen Person.

Einige Sätze die mich wirklich überrascht haben, waren:

„Simon Augen zu und schlafen.“

„Ich komme gleich wieder.“

„Mama schwanger. Simon kein Babybauch.“

„Papa auch kein Babybauch. Papa Bauchnabel.“

Das sind so Sätze, da saß ich da und war erstaunt über die Formulierung. Auch wenn Sätze wie „Ich komme gleich wieder“ eindeutig nachgeplappert sind, finde ich es dennoch erstaunlich, dass er dann tatsächlich kurz den Raum verlassen hat und wiederkam.

Mit einige Worten hat er aber auch noch Schwierigkeiten.

Etentant = Elefant

Lüssel = Schlüssel

Laster = Pflaster

Dann passiert es ihm manchmal dass er Worte „umdreht“.

Kopfdusch = Duschkopf

Brottoast = Toastbrot

Finde ich total witzig! Vor allem weil mir die Schwiegermutter immer wieder erzählt, dass Stephan das als Kind auch gemacht hat. Also hat er das offenbar von Papa!

MOTORIK 

Ich selber finde ja dass er immer noch relativ ungeschickt ist. Die Ärztin war bei der U7 allerdings zufrieden und für sein Alter ist es wohl in Ordnung.

Durch den Tiptoi habe ich das Gefühl, dass er feinmotorisch etwas zugelegt hat. Teilweise muss man mit dem Stift ziemlich kleine Dinge antippen und das macht er mittlerweile ganz gut.

Beim Klettern ist er sicherer geworden und er traut sich selber mehr zu (und ich ihm auch). Er geht teilweise Stufen hoch ohne sich festzuhalten und runter ohne Hilfe von einem anderen.

Dennoch passieren ihm oft Missgeschicke. Er träumt vor sich her und rennt gegen den Tisch, der Becher kippt beim Abstellen um und beim Brot schmieren stellt er sich sehr, sehr ungeschickt an. Wobei ich zugeben muss, dass ich das noch recht häufig mache. Da sollte ich ihm mehr zutrauen und Freiraum geben.

SOZIALES 

Die letzten Tagen ist mir wieder vermehrt aufgefallen, dass er sich nie wehrt. Es gibt einen Jungen (3) in der Nachbarschaft, der mit seinem Fahrzeug zB gerne mal gegen Simon sein Fahrzeug fährt. Simon steigt dann ab, rennt zu mir und klammert sich an mein Bein. Auch wenn er von anderen angeschrien oder mal grob behandelt wird, läuft er zu mir.

Wenn er mit Spielzeug von anderen Kindern spielt und diese das Spielzeug dann haben wollen, gibt er es sofort her oder lässt es fast schon panisch fallen. Danach rennt er ebenfalls zu mir und klammert am Bein.

Das Klammern ist immer nur von kurzer Dauer. Einige Sekunden, dann geht er wieder weiterspielen. Und eigentlich finde ich das Verhalten auch gar nicht sooo dramatisch, ich habe nur Angst dass er irgendwann mal ein Kind wird, welches die ganze Zeit alleine spielt und sich nicht wehrt. Damit meine ich nicht dass er hauen oder anderen Kindern das Spielzeug wegnehmen soll, sondern dass er vielleicht mal was sagt, ohne dabei zu Mami zu rennen.

Auf der anderen Seite bin ich natürlich für ihn da, wenn er meinen „Schutz“ braucht. Vermutlich ist er auch einfach noch zu klein.

DER SCHLAF 

Unser Schlafritual hat sich in den letzten Monaten oft verändert. Mittlerweile haben wir ein einigermaßen festes. Das tut dem Kleinen offenbar ganz gut, denn ich kann nicht klagen.

Es gibt zwar nach wie vor keine feste Uhrzeit, aber ab 19 Uhr frage ich ihn des Öfteren ob er müde sei. Er springt auch nicht bis 22 Uhr Abends rum, sondern geht meistens zwischen 19 und 20:30 Uhr in’s Bett.

Wir schauen Abends alle gemeinsam zwei Folgen von Shaun das Schaf. Anschließend geht Simon mit Papa in’s Badezimmer. Es werden Zähne geputzt und wenn er möchte, geht er noch auf’s Töpfchen/Toilette. Die Windel wird gewechselt und der Schlafanzug angezogen. Dann zieht der Kleine noch ein oder zwei Bücher aus dem Regal und kommt in’s Bett gekrabbelt. Dort schaut er dann solange Bücher an, wie er möchte. Manchmal lese ich ihm vor, meistens schauen wir ein Wimmelbuch und suchen gemeinsam irgendwas.

Das erstaunliche daran, er schaut gar nicht so wahnsinnig lange. Manchmal sind es bloß 10 Minuten, dann knipst er selber das Licht aus, kuschelt sich an und wünscht sich ein Lied. Die längste Zeit die wir gemeinsam ein Buch anschauten waren etwa 45 Minuten. Absolut friedlich und ohne ständiges „Nein nicht müde“ oder hin und her gehopse im Bett.

Ich bin sehr zufrieden momentan.

Größe: 91cm
Gewicht: 13kg
Lieblingsessen: Trauben, Reis, Brezel.
Lieblingsspielzeug: Die neuen Kochutensilien, Bücher, Dreirad, Stöcke.

Sonnige Grüße.

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