Meine erste Schwangerschaft – Es ist ein Reiskorn (2/5)

Wie ich bereits geschrieben hatte, war ich sehr nervös beim Arzt. Da es auch grundsätzlich zu unglaublichen Verzögerungen kommt, saß ich locker eine Stunde mehr als geplant im Wartezimmer und konnte mir derweil viele verschiedene Kugelbäuche ansehen.

Als es dann endlich so weit war und das Vorgeplenkel (von wegen: „Möchten sie eigentlich schwanger sein?“) erledigt war, ging es zum Ultraschall. Voller Spannung blickte ich auf den großen Monitor, in der Hoffnung ein klitzekleines Menschlein zu sehen. „Und da haben wir auch schon das Baby!“ freute sich der Arzt vergnügt. „Ähm. Wie? WO?“ Ich war leicht bedeppert und mehr als schwarz/weiß und komisches Gekrissel konnte ich auf dem Bildschirm nicht erkennen. Netterweise markierte der Arzt das Baby und sagte mir es sei gerade mal Reiskorn groß. Nein, wie süß! Da wächst da ein Reiskorn in mir!

Nach der Untersuchung und etlichen Fragen zur Ernährung und zum Sport, ging ich zurück an die Rezeption und wurde dort mit Infomaterial erschlagen. Ich bekam eine ganze Tüte voll mit all möglichen Zeug:

– Was sollte man essen?
– Welche Untersuchungen gibt es alles?
– Impfungen in der Schwangerschaft.
– Mutter werden.
– Begleitheft zur Schwangerschaft.
– Diverse Magazine.
– Und und und.

Es war unfassbar viel und mehr als die Hälfte davon landete sofort im Müll.

Außerdem werden einem noch zig Untersuchungen nahegelegt. Zum Beispiel kann dann festgestellt werden ob das Kind an Trisomie 21 (Down-Syndrom) erkrankt ist. Wenn man möchte, kann man auch noch ein Ultraschall-Abonnement abschließen. Dann gibt es bei jeder Untersuchung ein Bild. Sonst nur drei. (Ich besitze übrigens nur zwei Bilder und eins davon kann man in die Tonne treten.)

Worüber ich mich sehr freute, war die Tatsache bald einen Mutterpass zu haben. Aber eben jener muss erst erstellt werden und das dauert einige Wochen.

In der Zwischenzeit wurde mir zig mal Blut abgenommen, mein Gewicht gewogen, Körpergröße gemessen und der Blutdruck kontrolliert (der grundsätzlich zu hoch war. Allerdings nur beim Arzt.)

In vier Wochen sollte ich wieder kommen. IN VIER ERST? Was da alles dem Reiskorn hätte passieren können! Kaum war die Schwangerschaft bestätigt, schon machte ich mir Sorgen um das kleine Etwas. Aber es half ja alles nichts.

Mit Tüten voller Broschüren machte ich mich also auf den Heimweg und erzählte meinem Mann dass er tatsächlich Papi wird. Was für eine Freude!

Danach musste ich natürlich sofort meine Mami anrufen, der ich einer Woche vorher erst von der Hochzeit erzählt habe. Für meine Begriffe war sie gar nicht so überrascht. (Hmm, meine Schauspieler-Fähigkeiten muss ich wohl noch üben.) Nichtsdestotrotz war natürlich auch bei der Omi (später auch beim Opi) die Freude groß.

Tja und dann ging es auch schon los. Mit dem Lesen. Oh, was habe ich in der Schwangerschaft nicht alles gelesen. Bücher, Zeitschriften, Foren, … . Ich habe alles angeschaut. Und je mehr ich gelesen habe, desto verwirrter wurde ich.

Doch davon soll es erst in einem weiteren Eintrag zu lesen geben. *schmunzel*

Sonnige Grüße.

<<Erster Teil – Von Übelkeit und Sch(m)erzen>>

5 Gedanken zu „Meine erste Schwangerschaft – Es ist ein Reiskorn (2/5)

  1. Pingback: Meine erste Schwangerschaft – Von Übelkeit und Sch(m)erzen (1/5) | S☼nnenshyn.de

  2. Pingback: Meine erste Schwangerschaft – Vom Reiskorn zum Jungen (3/5) | S☼nnenshyn.de

  3. Pingback: Meine erste Schwangerschaft – Die Geburt (5/5) | S☼nnenshyn.de

  4. Pingback: Meine erste Schwangerschaft – Der Kugelbauch (4/5) | S☼nnenshyn.de

  5. Pingback: Meine erste Schwangerschaft - Von Übelkeit und Sch(m)erzen (1/5) - Sonnenshyn.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.