Zehn Monate (Simon)

Und wieder ist ein Monat vorbei! Gerade noch habe ich den Beitrag zum neunten Monat verfasst und schwupps ist Simon wieder ein Stück älter geworden. Was hat er nicht alles gelernt; Das Krabbeln klappt nun perfekt. Das eigenständige Aufsetzen ebenso. Unterschiede zwischen diversen Gegenständen sind begriffen und das Hochziehen an Möbeln wird von Tag zu Tag besser.

Im Moment bin ich über all diese Schritte auch gar nicht traurig. Der Alltag gestaltet sich mittlerweile eindeutig einfacher, denn wenn Simon etwas möchte, dann krabbelt er einfach hin. Er wackelt mir in die Küche nach oder erkundet sein baldiges Kinderzimmer. Es wird seltener geweint. Dem Himmel sei dank!

Ich lese immer noch gerne was Babys in diesem Alter für gewöhnlich können. Dabei stelle ich immer fest: “Ja, kann er.” – “Kann er schon lange.” – “Übt er.” – “Macht er keine Anstalten zu.” Davon sollte man sich aber auf keinen Fall beeindrucken lassen. Die einen sitzen eher, dafür können andere auf Gegenstände zeigen. Der nächste spricht früh, dafür läuft der andere eher. Es ist ja auch KEIN Wettbewerb.

Im letzten Monat hat sich sehr viel getan. Ich habe das Gefühl, er hat innerhalb von vier Wochen noch nie so viel gelernt wie es jetzt der Fall war. Ständig fielen meinem Mann oder mir neue Dinge an unserem Sonnenshyn auf.

Auch bei der sprachlichen Entwicklung. Nach wie vor sagt er zwar “nur” Mama und Papa, aber er gibt neue Töne von sich. Laut, leise. Hoch, tief. Manchmal erschreckt er sich vor sich selber.

Ich habe auch das Gefühl, dass er hin und wieder einen Wutanfall bekommt. Trage ich ihn durch die Wohnung und lege ihn dann ab, wird der Kopf in den Teppich gegraben und lautstark gebrüllt. Hebe ich ihn wieder auf, ist alles gut und er lacht. Lasse ich ihn sitzen, beruhigt er sich zwar auch wieder, aber es dauert länger.

Außerdem hat er es seit einigen Tagen Faustdick hinter den Ohren. Mittlerweile scheint er zu begreifen dass gewisse Elektrogeräte für ihn tabu sind. Dennoch krabbelt er zum Schrank, bleibt kurz davor sitzen, dreht sich zu einem um, grinst über das ganze Gesicht und “patsch” ist die Konsole an.

Ich weiß, man soll dann nicht lachen, aber es fällt einem so unglaublich schwer! In solchen Situationen strenge zu bewahren, ist eine große Herausforderung.

Allerdings kann man jetzt schon ein bisschen Konsequenz üben. Für die kommenden Monate und Jahre.

Auch wenn man mit zehn Monaten noch so unfassbar klein ist.

Sonnige Grüße.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.