Tag-Archiv | fähigkeiten

Zwanzig Monate (Simon)

Die letzten beiden Einträge über Simon waren nicht wirklich abwechslungsreich. Nun habe ich aber das Gefühl er hat wieder einen großen Sprung gemacht.
Er wird eigenständiger und eigensinniger.

DER SCHLAF
Wir haben seit einigen Tagen endlich wieder mehr Platz im Bett. Nicht, weil der Kleine etwa in seinem eigenen Bettchen schläft, nein, weil er unter seiner eigenen Decke nächtigt.
Vorher lag er immer mit unter meiner.
Dementsprechend unangenehm war es manchmal für mich, vor allem jetzt in der Schwangerschaft.
Nun liegt er unter seiner eigenen Decke, auf seinem eigenen Kissen und schläft seitdem auch viel ruhiger.
So haben wir alle etwas davon!
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Neunzehn Monate (Simon)

Zwischen dem achtzehnten und neunzehnten Monat hat sich nicht ganz so viel getan. Hier und da gibt es allerdings ein paar Feinheiten.

Das Essen:
Ich habe bereits darüber geschrieben dass Simon mittlerweile alleine isst. Er wird darin auch immer besser und wenn es nicht gerade Joghurt gibt, dann hält sich die Kleckerei immer mehr in Grenzen.
Mir ist aufgefallen dass er meistens den Löffel nutzt, mit der Gabel hat er noch etwas Schwierigkeiten. Er freut sich allerdings tierisch wenn er etwas aufpiekst.
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Achtzehn Monate (Simon)

1,5 Jahre alt ist Simon nun und ich kann kaum glauben wie viel sich in dieser Zeit getan hat. Alleine in diesem Jahr, und ist es noch so frisch, scheint er wieder einige Sprünge gemacht zu haben.

Essen:
Mittlerweile isst er ganz alleine. Ich lege ihm Gabel und Löffel bereit und er nimmt sich das Besteck welches er braucht. Was mich dabei erstaunt; Es geht kaum etwas daneben. Natürlich wird gekleckert, aber es hält sich wirklich in Grenzen.
Er trinkt auch eigenständig aus einem stinknormalen Becher. Offenbar macht sich der damalige Tipp meiner Schwester nun bemerkbar. Flasche und Schnabeltasse hat er nie kennengelernt und nun beherrscht das Trinken aus dem Becher (fast) wie ein Großer.
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Sechszehn Monate (Simon)

Schon wieder ist ein Monat vergangenen. In manchen Bereichen hat sich ein bisschen was getan, aber das meiste ist wie im Monat vorher.

Das Essen:
Auch jetzt ist es nach wie vor so, dass Simon kein Interesse (mehr) daran hat mit Gabel und/oder Löffel zu essen. Er spielt lieber damit rum und sammelt Kartoffeln, Erbsen und Co lieber mit den Fingern ein.
Apropos Erbsen; Die nimmt er mit Vorliebe vom Teller, legt sie auf den Tisch und zermatscht sie anschließend. Hochkonzentriert!

Spielen:
Beim Spielen ist mir aufgefallen, dass er immer mehr dazu in der Lage ist alleine zu spielen.
Von den Großeltern gab es neulich einen kleinen Spielteppich mit zwei Autos und Simon erfreut sich jeden Tag daran! Er fährt mit den Autos rum, macht Geräusche, fährt Rampen rauf und runter. Hin und wieder braucht er Hilfe, spielt dann aber auch wieder alleine weiter.
Ebenso bedient er sich der Teller/Töpfe und Schneebesen in der Küche, sobald ich selbiges mache.
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Fünfzehn Monate (Simon)

In diesem einen Monat hat sich nicht ganz so viel verändert. Auch wenn er hin und wieder neue Dinge erlernt, merkt man, dass die Sprünge nicht mehr ganz so groß sind, wie noch vor einigen Monaten.

Die Sprache:
Nach wie vor versucht Simon viele Worte nachzusprechen. Wobei eine Lampe immer noch als „Bampe“ bezeichnet wird. Andere Dinge werden dafür deutlicher. „Heiß“ und „Wasser“ erkennt man zum Beispiel ganz gut.
Tiergeräusche werden ebenfalls langsam interessant. Wenn er eine Kuh sieht, dann versucht er „muuh“ zu machen, wenn er einen Hund bellen hört, dann macht er manchmal mit.
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Dreizehn Monate (Simon)

Nun ist der erste Geburtstag auch schon wieder ein Monat her und wieder habe ich das Gefühl, dass sich viel getan hat.

Das Laufen:
Nach wie vor läuft Simon nicht frei, dafür aber immer besser an der Hand. Mittlerweile klappt es so gut, dass er sich nur noch mit einer Hand festhält. Auch ganz ohne Hilfe, werden es immer mehr Schritte. Sofern er auf der anderen Seite etwas sieht, an dem er sich festhalten kann, stiefelt er los. Dabei fällt er immer weniger um und grinst anschließend voller Stolz.
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Die geistige Entwicklung

Wie sehr man sich darüber freut, wenn das Baby eine neue „Entwicklungsstufe“ erreicht hat, habe ich bereits geschrieben. Dabei handelte es sich aber nur um die Dinge die man auch wirklich sieht. Das Sitzen, das Krabbeln und irgendwann das Stehen.

Die liebe Seelenqual fragte mich, wie es ist wenn Simon neue, geistige Dinge erlernt und ich hoffe, dass ich das in Worte fassen kann.

Schon oft habe ich mich gefragt, ob der Kleine es versteht, wenn wir durch den Hausflur laufen. Weiß er, dass wir die Treppen ganz noch oben müssen um in die Wohnung zu kommen? Weiß er, dass sein Kinderwagen im Keller steht? Und wie sieht es eigentlich aus, wenn wir Oma und Opa besuchen? Erinnert er sich an die Umgebung?

Wirklich eindeutig kann ich all diese Fragen nicht beantworten, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er weiß dass es nach draußen geht, wenn man die Wohnungstür öffnet und er eine Mütze auf dem Kopf hat. Dann strampelt er nämlich voller Freude und es geht lautstark von der zweiten Etage bis in den Keller. Offenbar liebt er das hallende Geräusch im Treppenhaus und quietscht deshalb die ganze Zeit herum. Sieht er dann seinen Wagen, freut er sich ebenfalls.

Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, er erkennt diverse Einkaufsläden. Die meisten Kassierer sind immer recht freundlich zu ihm und so freut er sich schon, wenn wir an die Kasse fahren.

Was mich am meisten freut (und auch wieder stolz macht), ist die Tatsache dass er merkt, wenn Papi nach Hause kommt. Wenn wir im Wohnzimmer sitzen und er hört das Geklapper des Schlüssels an der Wohnungstür, dann wedelt er fröhlich mit den Armen und schaut auch in die richtige Richtung.

Außerdem findet er Zahnbürsten zum schießen. Wenn man sich die Zähne putzt, dann lacht er sich schlapp. Der größte Spaß beginnt dann, wenn er mit putzen darf. Auch da, habe ich in letzter Zeit gemerkt, dass er offenbar versteht wohin die Bürste gehört. So habe ich ihn oft auf dem Arm und er darf die Zahnbürste zu mir in den Mund stecken und wieder herausholen. Ein Spaß für die ganze Familie! Simon hat auch seine eigene Zahnbürste, allerdings werden die Zähne nur mit etwas klarem Wasser geputzt. Daran hat er auch (noch) viel Spaß.

Vor ein paar Tagen wollte ich etwas testen und siehe da; Offenbar erkennt Simon mittlerweile den Unterschied zwischen einem (Stoff)Hund, einer (Spielzeug)Lok und einem Ball. Die drei Dinge habe ich ihm, in immer wieder anderer Reihenfolge, hingelegt und ihm dann gesagt er solle mir den Ball, den Hund, den Ball, den Ball, die Lok, den Ball, den Hund zeigen und er lag immer richtig. Wobei er gegen Ende wohl keine Lust mehr hatte und nur noch den Ball hin und her geschoben hat.

Aber all das zeigt mir, dass er auch vom Kopf her immer mehr und mehr und, vor allem, schneller lernt. Es ist auch ganz wunderbar zu beobachten, dass er neue Dinge immer ganz genau inspiziert oder beobachtet. Man kann quasi dabei zuschauen wie im Hirn alles rattert.

Für mich sind das besondere Momente, weil ich das Gefühl habe immer besser mit ihm kommunizieren zu können. Er versteht durchaus „Ja“ und „Nein“ und gibt schon klar zu erkennen ob er noch ein Stück Brot essen möchte, lieber etwas zu trinken will oder vollkommen satt ist. Das macht den Alltag ein Stück weit „lebendiger“, einfacher und eben kommunikativer.

Sonnige Grüße.

Neue Fähigkeiten

Das folgende Thema wurde mir von der lieben Seelenqual vorgeschlagen bzw hat sie mich gefragt, wie ich mich dabei fühle wenn Simon etwas neues lernt.

Das Thema passt ganz prima, denn seit einigen Tagen kann er sich eigenständig hinsetzen. Doch werde ich etwas weiter ausholen:

Als ich die ersten paar Wochen mit Simon verbracht habe, konnte ich mir nicht vorstellen wie es in einigen Monaten sein wird. Ein Baby kann am Anfang schließlich nichts. Kein Rollen, kein Krabbeln, kein Sitzen, nicht mal lachen. Schlafen und an der Brust trinken. Mehr gab es die erste Zeit nicht.

Als er dann die ersten Versuche machte einen Gegenstand fest zu greifen, war es sehr spannend zu sehen wie er sich konzentrieren musste, nur um daneben zu greifen. Jeden Tag wurden Fortschritte gemacht. Jeden Tag hielt ich ihm andere Dinge hin, die er greifen mochte.

Wir kauften ihm auch ein Spieltrapez. (In meinen Augen immer noch die beste Investition.) Irgendwann konnte er es dann. Ich platzte vor Stolz. “Er kann jetzt auch greifen.” erzählte ich immer allen Leuten. “Guck mal wie schön er sein Schmusetier hält!” brüllte ich immer zu meinem Mann rüber. Oder er zu mir. Wenig später begriff Simon dass er zwei Hände hatte und konnte somit zwei Gegenstände halten. Wieder ein Meilenstein. Wieder dieser unglaubliche Stolz.

Nach dem Greifen kam längere Zeit nichts. Wobei er schon immer gut von der Rückenlage den Kopf heben konnte. Ich dachte immer er würde früh sitzen, aber damit ließ er sich Zeit.

Irgendwann schaffte er dann das Rollen. Erst vom Rücken auf den Bauch. Der ungläubige Blick von ihm war unbezahlbar. Erst schaute er verdutzt und im nächsten Moment grinste er. Zurück auf den Rücken war es nicht so einfach, aber auch das hatte er bald raus.

Bis er das Rollen perfekt beherrschte sind wieder einige Wochen vergangen. Und genau das war der Zeitpunkt an dem ich nicht mehr nur Stolz, sondern auch Traurigkeit empfunden habe.

Auch wenn Babys erst ab einem Jahr nicht mehr als Baby gelten, war dieses “perfekte durch die Wohnung rollen” für mich sehr schwer. Mir wurde bewusst dass er mich nicht mehr zwingend braucht wenn er wohin möchte. Er kugelt sich einfach. Er wollte auch nicht mehr so viel schmusen. Die Wohnung auseinander zu nehmen ist jetzt viel spannender.

Ein seltsames Gefühl.

Ich weiß nicht wie oft ich mir in den sieben Monaten gewünscht habe, dass er rollen und vor allem sitzen kann und als er dann ersteres konnte, ging es mir zu schnell. Und dennoch, ich platze nach wie vor vor Stolz. Wenn ich sehe dass er etwas anpeilt und UNBEDINGT haben möchte. Wie er sich abmüht. Teilweise zornig wird, weil er nicht schnell genug heran kommt und dann selber voller Stolz und Freude ist wenn er es endlich erreicht hat. Dann denke ich mir oft “Das ist mein Sohn!”

Jetzt kann er sitzen. Eigenständig. Was habe ich mir diesen Tag gewünscht. Die letzten Wochen hat er so viel geübt. Immer und immer wieder wollte er von allen Vieren auf den Hintern und es ging einfach nicht. Seit letzten Mittwoch bekommt er es hin. Wieder ist er selber überrascht wenn er sitzt. Grinst uns mit seinem Grübchen an und rudert vor Freude mit den Armen. Gluckst zufrieden.

Ein schönes Gefühl. Wieder dieser unbändige Stolz. Ein weiterer Meilenstein ist erreicht. Komischerweise war ich bei dieser neuen Fähigkeit gar nicht so traurig. Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären.

Vielleicht weil er neben mir sitzt und nicht mehr davon rollt.

Heute auf dem Spielplatz sagte ich zu Simon “Ich kann es kaum erwarten bis du selber hier rumflitzt.” Doch wenn es soweit ist, wird die Traurigkeit auch wieder einzug halten.

Aber die schönen Gefühle überwiegen ganz eindeutig. Es ist schlichtweg wunderschön zu sehen wenn etwas Neues gelernt wird und immer besser funktioniert. Wenn man sieht wie sehr sich die Kleinen wundern und über sich selber lachen. Das leuchten in den Augen, das Strahlen im Gesicht.

Wunderbar!

Sonnige Grüße.