Das Wochenbett – Abgeschlossene Sache 

Nur noch ein paar Tage, dann sind die acht Wochen rum. Doch wie ich bereits geschrieben hatte, ist es für mich schon so gut wie abgeschlossen gewesen. Heute hatte ich meine Nachsorge und deshalb ist das Kapitel Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett beendet.

Warten auf die Ärztin.

Warten auf die Ärztin.


ALLGEMEINES WOHLBEFINDEN

Nach wie vor geht es mir sehr gut. Hin und wieder fühle ich mich zwar etwas erschöpft, aber das liegt wohl daran dass ich kaum zum Essen komme und sehr häufig das regelmäßige Trinken vergesse. Ich muss mir zwischendurch auch immer wieder Ruhepausen gönnen. Und wenn es nur mal zehn Minuten auf dem Sofa sitzen ist.

Über die Nächte kann ich mich nicht beschweren. Alwin wird höchstens zwei mal wach zum trinken und deshalb kann ich ganz gut schlafen. Ab halb fünf morgens ist er allerdings öfter etwas unruhig. Er weint zwar nicht, aber ackert gerne herum und weiß selber nicht so genau wohin mit sich. Das zerrt hin und wieder an den Nerven, denn wenn man drei, vier Stunden lang alle zehn Minuten geweckt wird, ist das nicht so schön.

Sonst komme ich aber gut über den Tag und bin komischerweise selten richtig müde.

Meine Haare sind momentan zum kotzen. Kaum gewaschen, sehen sie ein paar Stunde später wieder fettig aus und fühlen sich auch so an. Dabei habe ich nichts am Shampoo geändert. Auch der Haarausfall ist schlimmer geworden. Zwar fliegen sie nicht von selber durch die Gegend, aber nachdem ich mir die Haare gebürstet habe, sieht diese aus wie ein Bobtail.

Meiner Haut hingegen geht es gut. Sie ist so, wie es vor der Schwangerschaft gewesen ist.

Mein Gewicht schwankt zwischen 80 und 82kg. Mittlerweile habe ich die Schwangerschaftshosen ebenfalls aussortiert. Allerdings passen mir meine alten auch nicht wirklich. Entweder sie sind zu eng an den Oberschenkeln, ich bekomme sie nicht zu oder sie schlabbern. Ich weiger mich aber immer noch neue zu kaufen.

ALLES GESCHEHENE IST WEIT WEG

Sowohl die Schwangerschaft, als auch die Geburt sind in weite Ferne gerückt. Denke ich an diese Zeit ist alles wie in einem Film. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie das alles gewesen ist und wie ich das geschafft habe. Lese ich meinen Bericht über die Geburt, kommt mir alles so fremd vor. Ob das wohl ein Verdränungsprozess ist?

Etwas Gutes hatte diese merkwürdige Schwangerschaft allerdings; Dadurch dass ich so lange nicht fähig war richtig mit Simon spielen zu können, genieße ich die schmerzfreie Zeit richtig. Es macht Spaß mit Simon draußen zu laufen, fangen zu spielen und mit dem Kinderwagen Spaziergänge zu machen. Endlich kann ich wieder mit dem Großen rumhopsen und Alwin über längere Zeit im Tuch tragen. Wundervoll!

DAS SAGT DIE ÄRZTIN

Bei der Nachsorge musste ich jedem in der Praxis unter die Nase reiben, dass mir gesagt worden ist, dass wir ein Mädchen erwarten.
Die Helferin, die mir Blut abgenommen und Blutdruck gemessen hatte, war etwas von den Socken „Ist nicht ihr ernst???“ fragte sie verblüfft. Außerdem fragte sie ob wir Vorbereitungen für ein Mädchen getroffen hatten und wie das mit dem Namen war.

Alwin wurde langsam unruhig und sie sagte mir ich könne im Ruheraum (CTG-Zimmer) stillen, wenn ich möchte. Dort war nur die Hebamme, die auf der Liege gerade ein Buch gelesen hatte.
Auch mit ihr habe ich mich unterhalten und sie meinte einfach nur ganz trocken „Tja so ist das mit dem Ultraschall.“ Auch sie wollte wissen wie das denn nun mit dem Namen war.

Als letztes ging es dann zur Ärztin. Nach dem üblichen Gespräch über die Geburt, dem Stillen, künftige Verhütung und Wochenbettzeit, erzählte ich auch ihr dass sie uns sagte, wir bekämen ein Mädchen. Der Blick von ihr war unbezahlbar. Sie wusste wohl auch nicht so recht wie sie reagieren sollte. Das Einzige was sie sagte war „Oh“.
Nach der Untersuchung und kurz vor dem Verabschieden, fragte sie mich ob ich sehr enttäuscht gewesen bin. „Das mit dem Ultraschall ist immer so eine Sache. Man kann es nie ganz genau sagen.“ Ich grinste nur und versicherte ihr dass keiner enttäuscht gewesen ist.
„Sie sagten dass Sie ein drittes Kind nicht ausschließen. Vielleicht wird das ein Mädchen.“ fügte die Ärztin schließlich noch hinzu.

Die ganze Situation war wirklich belustigend. Und ich schätze sie hat anhand meiner Reaktion gemerkt, dass es mir wirklich nichts ausmacht.

Tja und nun? Mal sehen ob es für mich irgendwann mal wieder ein Wochenbett geben wird, oder ob es das letzte gewesen ist.
Ich bin jedenfalls froh dass alles in Ordnung ist und ich nun mit der Rückbildung anfangen kann.

Sonnige Grüße.

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