Wochenbett – Die erste Zeit

Mit „Die erste Zeit“ sind in meinem Fall die ersten zwei Wochen Wochenbett gemeint. Da war alles sehr flauschig.

Gemütlichkeit im Wochenbett.

DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN WOCHENBETT

Für mich begann das Wochenbett als wir am vierten Tag nach der Geburt nach Hause gekommen sind.
Während ich in der Klinik offenbar eine ganz gute Mischung zwischen rumliegen und rumsitzen geschafft hatte, saß ich Zuhause eindeutig zu viel. Kaum war ich zurück, habe ich das Bett fast nur ignoriert. Zack, gab es Wassereinlagerungen. Die meiste Zeit saß ich nämlich auch noch auf einem Stuhl und das gefiel dem Körper so gar nicht.
Als ich mich wenige Tage später dann mehr ins Bett zurück zog, verschwand das Wasser und allgemein wurde ich immer „kräftiger“.

Meine Eltern waren die ersten 1,5 Wochen zu Besuch und haben uns unter die Arme gegriffen. Der Mann ging noch solange arbeiten, um Urlaubstage aufzusparen. Meine Mutter kochte leckeres Essen und sie versuchten mir so gut es ging die beiden Großen „vom Hals zu halten“. Die beiden hatten darauf auch richtig Bock und viel Spaß mit Oma und Opa.
Da Florian natürlich noch viel schlief, hatte ich aber dennoch genug Zeit um mit den Großen was zu machen. Manchmal legte ich sie schlafen und wir unterhielten uns noch eine Weile. Meistens fanden sie es aber einfach schön gemeinsam zu essen, ein Puzzle zu machen oder ein Buch zu lesen.

MIR GING ES ZU GUT

Es mag verrückt klingen, aber es ging mir einfach viel zu gut. Noch um Kreißsaal sagte die Hebammenschülerin zu mir „Sie sind ja fit! Als würden sie gleich nach Hause spazieren“ und Leute glaubt mir, ich hätte nichts lieber getan. Aber nicht ohne mein Baby! Und da er nun mal auf der Neostation lag, spazierte ich nicht nach Hause.

Allerdings, als wir dann Zuhause angekommen sind, wollte ich Simon vom Kindergarten abholen. Ich kam am Montag nach Hause und für Montag und Dienstag meldeten wir ihn ab. Aufgrund von Kranksein dann auch noch den Mittwoch. Donnerstag ging er wieder hin und ich wollte ihn unbedingt abholen.
Es sind bloß zehn Geh-Minuten und ich brauchte einfach frische Luft. Ganz alleine wollte ich dann aber nicht hin, also kamen meine Eltern mit. Danach sind wir auch noch einkaufen gegangen und das war dann doch zu viel. Zum Kindergarten und zurück wäre absolut in Ordnung gewesen, aber noch durch den Laden zu latschen und vor allem länger an der Kasse stehen, war nicht gut.
Wieder Zuhause merkte ich dann, dass ich erschöpft war.

Dennoch erholte sich mein Körper schnell und dadurch dass ich nun mehr lag und nicht mehr so viel rumsaß, kam ich wieder zu Kräften.

Am folgenden Sonntag wollte ich dann unbedingt Plätzchen backen. Das lange Stehen wurde mir dann richtig zum Verhängnis. Ich fühlte mich plötzlich total schlapp und bekam die schlimmsten Kopfschmerzen meines Lebens. Das tat mir so weh, dass mir die Tränen liefen. Ohne Ende. Ich sah aus, als hätte ich stundenlang geweint.
Ich legte mich also hin, aber das half nicht. Im Gegenteil. Dadurch verstärkten sich die Schmerzen. Irgendwann hielt ich das nicht mehr aus und nahm eine Tablette. Immerhin gab es dadurch etwas Linderung.

Ich verstand also; Auch wenn es mir gut geht, muss ich noch weiter schonen. Und das tat ich dann auch.

Kuscheln. Ganz viel!

DAS WOCHENBETT GENIEßEN

Ich machte also nur noch kurze Spaziergänge mit dem Kleinen. Einfach für ein bisschen frische Luft. Das reichte voll und ganz. Wir kuschelten uns wieder ins Bett und es hieß; Baby anhimmeln!
Abends gab es gemeinsame Zeit mit dem Mann auf dem Sofa. Rocket Beans gucken oder zocken. Richtig schön einfach.

Ich konnte schlichtweg das Wochenbett genießen. Irgendwie schaffte ich ein gutes Mittelmaß von Spaziergängen und ausruhen. Dennoch sollten die beiden Großkinder nicht zu kurz kommen und ich bin davon ausgegangen, dass wir das ganz gut im Griff haben.

Mit der dritten, vierten Woche im Wochenbett, bemerkte ich langsam dass nicht mehr alles ganz so rosig ist.

(Fortsetzung folgt…)

Sonnige Grüße.

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