Mein Weg zur Fotografie – Die Bildbearbeitung

Mein Weg zur Fotografie – Die Bildbearbeitung

Ganz lange Zeit war für mich das Bearbeiten von Fotos etwas, was ich nieeeeee machen würde! Das verfälscht doch total das Bild! empört guckt
Über die Jahre hat sich dann allerdings meine Meinung geändert. Gehörig geändert. Denn ich Begriff, dass die Bildbearbeitung zur Fotografie dazu gehört.

Mein Weg zur Fotografie – Teil 3 – Die Bildbearbeitung.

FOTOS BEARBEITEN? GEHT’S NOCH?

Ich muss zugeben, dass ich beim Fotos anschauen immer recht naiv an die Sache rangegangen bin. Denn ich war immer der Meinung, dass das was ich da sehe, genau das ist, was der Fotograf fotografiert hat.
Mir war tatsächlich lange Zeit nicht bewusst, dass die meisten Bilder bearbeitet online gehen. Ich war dann immer ganz stolz, sobald ich auf Instagram den Hashtag #NoFilter verwendet habe. SO NÄMLICH!
Umso empörter war ich, wenn jemand offen und ehrlich zugegeben hat, dass er Photoshop oder ähnliches nutzt. Das ist doch verarsche der Leute.
Oder?
Spoiler: Nein, natürlich ist es das nicht.

Erst als ich mich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt habe, ist mir klar geworden, dass das Bearbeiten der Bilder zur Entwicklung des fertigen Fotos dazu gehört.

ICH BRAUCHE EIN PROGRAMM

Meine Fotos landen meistens auf Instragram. Dort kann man seine Bilder mit Filtern bearbeiten oder selber an ein paar Reglern drehen.
Als ich damit angefangen habe, begriff ich schnell was man aus einem Foto noch alles rausholen kann. Es fing an mir Spaß zu machen.

Für den Blog reichten mit die paar Einstellungen allerdings nicht aus und so suchte ich nach einem passenden Programm für mich.
Wir erinnern uns; Recherchieren ist mein Leben und dementsprechend kaufte ich nicht einfach blindlings irgendwas, sondern setzt mich mit verschiedenen Programmen auseinander.

Auf meinem Laptop befand sich noch eine 7 Jahre alte Version von Photoshop. Das hatte mich seinerzeit schon erschlagen und überfordert.
Ich wollte etwas, dass einfacher für mich ist. Denn ich wusste, ich werde lange Zeit brauchen um meine Kamera zu verstehen. Um zu fotografieren und alles ordentlich aufm einem Rechner zu halten. Da wollte ich es mir nicht noch unnötig schwer(er) machen.
Photoshop fiel also aus.

Mein Mann machte mich auf Luminar aufmerksam. Ein Programm, welches 2016 auf den Markt gekommen ist und von dem ich bis dato noch nie etwas gehört habe.
Vieles habe ich dazu nicht gefunden. Dennoch gibt es ein paar Videos und ich war recht angetan. Es schien (fast) selbsterklärend und für einen Einsteiger wie mich perfekt zu sein.
Ein gutes Angebot machte den Sack zu und ich kaufte mir Luminar 4.

Ein unbearbeitetes Foto.
(Simplonpass/Schweiz)
Mit Luminar 4 bearbeitet.

FOTOS BEARBEITEN

Nun saß (und sitze) ich also am Abend gerne an meinem Rechner. Schaue Tutorials zu diesem Programm und bin fasziniert von dem Ergebnis.
Zugegeben; Ich ändere nicht viel. Meistens mache ich die Farben etwas satter (vor allem wenn ich mit dem Handy fotografiert habe), schneide überflüssiges weg und schaue dass es von der Helligkeit passt.
Theoretisch kann ich Dinge verschwinden lassen. Andere Sachen einfügen. Ja sogar den Himmel kann ich austauschen. Das ist aber etwas, was ich bis dato nicht gerne mag.
Klar, damit habe ich auch schon rumgespielt und ein paar witzige Sachen gemacht, aber mir persönlich (!) greift das zu sehr in das Bild ein.
Fotografiere ich tagsüber das Matterhorn, wirkt es für mich mit der Milchstraße plötzlich total gefälscht.
(Ich möchte damit niemanden auf die Füße treten, das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Ich kann absolut verstehen, wenn jemand das gerne macht.)

Mein Ziel ist es aus meinem Foto noch Kleinigkeiten herauskitzeln zu können. Feinabstimmungen zu machen und den Moment, das Besondere, zu unterstreichen. Anfangs war das gar nicht so leicht für mich. Denn wie am obigen Bild zu sehen, drehe ich gerne am Sättigungsregler. Dabei ist weniger oft mehr. Aber, ich bin ja noch fleißig am Lernen. Man möge mir das also verzeihen.

Irgendwann kommt vielleicht mal der Punkt an dem ich doch Spaß habe den Himmel, das Wasser oder die Leute auszutauschen. Genau wie der Moment gekommen ist, an dem ich gemerkt habe, dass Bildbearbeitung nichts mit Betrug zu tun hat.
Doch bis es soweit ist, versuche ich weiterhin das für mich ‚perfekte‘ Foto zu machen.

Der Teich, wie es mein Handy fotografierte.
Der Teich, bearbeitet mit Luminar 4.

To be continued…

Sonnige Grüße.

5 Gedanken zu „Mein Weg zur Fotografie – Die Bildbearbeitung

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